Acht Tote bei Gefecht zwischen Islamisten und Polizei

8. Dezember 2005, 17:39
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Unklarheit über Ziele der bewaffneten Gruppe

Damaskus/Kairo - Bei einem Gefecht zwischen der Polizei und militanten Islamisten in Syrien sind am Donnerstag nach Angaben der Nachrichtenagentur SANA acht Menschen ums Leben gekommen. Die staatliche syrische Agentur meldete, drei der Extremisten hätten sich während der Kämpfe mit Sprengstoffgürteln in die Luft gesprengt, die anderen fünf seien von den Polizisten erschossen worden. Die Polizei habe die Männer in einem Bauernhof in Maaret al-Nouman in der Provinz Edleb aufgespürt.

Am Vortag hatten Sicherheitskräfte in der nordsyrischen Stadt Aleppo eine Bombenfabrik ausgehoben. Die Werkstatt sei von "einer bewaffneten terroristischen Gruppe" betrieben worden, meldete SANA.

Die syrische Regierung hatte in den vergangenen Wochen schon mehrmals über Zusammenstöße mit Islamisten berichtet. Um welche Gruppen es sich dabei genau handelt und welche Ziele sie verfolgen, blieb jedoch stets unklar. Die Extremisten, die nun in Edleb starben gehören nach offiziellen Angaben zu einer "Bewaffneten Gruppe, die andere zu Ungläubigen erklärt."

Anfang der 80er Jahre hatte die Regierung einen islamistischen Aufstand niedergeschlagen und dabei tausende Menschen festgenommen oder getötet. (APA/dpa/Reuters)

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