Chemotherapie: Nebenwirkungen zum Teil genetisch bedingt

8. Dezember 2005, 16:04
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Deutsche Studie: Genetische Tests zur individuellen Anpassung der Therapie könnten sich als sinnvoll erweisen

Bonn - Bestimmte Erbanlagen machen Krebspatienten anfälliger für Nebenwirkungen der Chemotherapie. Das haben Wissenschafter des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) herausgefunden, wie die Einrichtung am Donnerstag in Bonn berichtete.

Die Forscher identifizierten insgesamt fünf Gene, die das Risiko eines Herzversagens nach der Einnahme so genannter Anthrazykline erheblich erhöhen. Wenn sich dieser Zusammenhang in weiteren Studien bestätige, könnte künftig die Gefährdung von Patienten mit genetischen Tests vor der Therapie bestimmt und die Behandlung individuell angepasst werden, hieß es.

Von etwa 200.000 Krebspatienten, die jährlich mit Anthrazyklinen behandelt werden, entwickeln nach Angaben des NGFN ungefähr 10.000 bis 12.000 eine Herzschwäche, die häufig tödlich endet. Die Ergebnisse der Forscher deuteten darauf hin, dass der normale Schutzmechanismus gegen Anthrazykline bei einigen Menschen aus genetischen Gründen nicht optimal funktioniere. (APA/dpa)

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