Französischer Außenminister: Großbritannien müsste 14 Milliarden Euro zahlen

14. Dezember 2005, 13:48
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London in der Frage des Briten-Rabatts "sehr isoliert"

Brüssel - Der französische Außenminister Philippe Douste-Blazy hat scharf auf die Position Großbritanniens zum EU-Briten-Rabatt reagiert. Die Briten müssten mindestens 14 Milliarden statt der angebotenen 8 Milliarden Euro zusätzlich zahlen, falls sie wirklich seinen fairen Anteil an den Finanzlasten für die EU-Erweiterung tragen wollen, sagte Douste-Blazy nach dem Sondertreffen der EU-Außenminister zur Finanzvorschau 2007-2013 in Brüssel.

Deutschland und Frankreich seien in dieser Frage völlig einer Meinung: "Beide wollen eine Änderung im Briten-Rabatt." Großbritannien sei in der Finanzierungsdebatte "sehr isoliert", sagte der französische Außenminister.

Der britische Budgetentwurf sieht Ausgaben von 847 Mrd. Euro vor. Dies sind um rund 25 Millionen Euro weniger als der Vorschlag der Luxemburger EU-Präsidentschaft vom Juni.

Einsparungen sieht der britische Plan vor allem bei den Strukturhilfen für die neuen Mitgliedsländer und bei den Mitteln für die ländliche Entwicklung vor, was Österreich - bisher starker Nettoempfänger in diesem Bereich - überproportional treffen würde. Die EU-Außenminister beraten am Montag erneut über das EU-Mehrjahresbudget für 2007 bis 2013. (APA/dpa)

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