Verkauf von Mond-Grundstücken "eine Art von Betrug"

7. Dezember 2005, 17:38
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Chinesische Vertretung des US-Unternehmens "Lunar Embassy" muss den Handel mit lunaren Immobilien einstellen

Peking - Der Handel mit Grundstücken auf dem Mond ist nach Ansicht der chinesischen Behörden unseriös und deshalb in China nicht erlaubt. Die chinesische Vertretung des US-Unternehmens "Lunar Embassy" ("Botschaft des Mondes") müsse den Verkauf von Mond-Grundstücken in China einstellen, berichtete die Zeitung "China Daily" am Mittwoch unter Berufung auf die zuständige Kontrollbehörde.

Das Angebot sei zwar ein "schöner Traum", aber illegal. Das Unternehmen hatte für 298 Yuan (31 Euro) 0,4 Hektar große Mondstücke angeboten und bereits 34 Käufer gefunden.

"Eine Art von Betrug"

Wegen des Lizenzentzugs im Oktober hatte der chinesische Firmenleiter Li Jie die Behörde angerufen und sich darauf berufen, dass es kein chinesisches Gesetz gebe, das den Verkauf von Grundstücken auf dem Mond verbiete. Das sah die Behörde jedoch anders. Sie bezeichnete den Verkauf von Grundstücken auf dem Mond durch die "Lunar Embassy" an seine Kunden als "eine Art von Betrug".

Von den USA aus betreibt die "Lunar Embassy" weltweit regen Handel mit Mondgrundstücken. Auf seiner Website räumte das Unternehmen in einer Reaktion auf das chinesische Verbot ein, dass es sich dabei um ein "gewagtes Unternehmen" handle, warb aber gleichzeitig um Verständnis für diese "revolutionäre Idee."(APA)

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    Keine chinesischen Nachbarn für den Mann im Mond

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