Bester Freund des Menschen oder nicht: Der Hund ist entschlüsselt

9. Dezember 2005, 18:02
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Genom genauer als früher sequenziert - Forscher betonen verblüffende Vielfalt an äußeren Erscheinungsformen trotz selber Grundsubstanz

New York - Wissenschafter haben die DNA des Hundes entschlüsselt - dabei wurde das Erbgut der Boxerin "Tasha" untersucht. Die Hündin wurde unter mehr als 100 Kandidaten ausgewählt, weil sich die 2,4 Milliarden Basenpaare ihrer DNA auf den ersten Blick besonders leicht zu entschlüsseln schienen. Es habe sich aber herausgestellt, dass es keinen Unterschied zum grundlegenden Genbestand anderer Hunderassen gebe, sagte Eric Lander, der Projektleiter der Studie, deren Ergebnisse in der Zeitschrift "Nature" vorgestellt werden.

Aus dem gleichen Gen-Pool könne sich ebenso ein Chihuahua wie eine Dänische Dogge entwickeln, sagte Lander. Es sei verblüffend, welche Vielfalt an äußeren Erscheinungsformen die Natur mit demselben Genbestand hervorbringe. Die Forschungsergebnisse zur Hunde-DNA sollen bei der Klärung der Frage helfen, welche Gene Hunde wie Menschen besonders anfällig für Krankheiten machen wie Krebs, Epilepsie, Taubheit oder Blindheit.

Bisher liegen die genetischen Baupläne der Maus, der Ratte, des Schimpansen, des Huhns und anderer Tiere wie auch des Menschen vor. Die DNA des Hundes wurde ansatzweise bereits 2003 entschlüsselt; die jetzigen Ergebnisse sind aber wesentlich genauer und umfassender.(APA/AP)

  • Boxerhündin "Tasha"
    foto: photo/national human genome research institute

    Boxerhündin "Tasha"

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