Bregenzer Festspielhaus: Sanierung im Plan

15. Dezember 2005, 15:22
posten

Bei Firstfeier Zuversicht bezüglich Bauzeit und Budget - Wettbewerb "Kunst am Bau" in Kürze

Bregenz - Die Sanierung des Bregenzer Festspielhauses liegt sowohl zeitlich als auch kostenmäßig im Plan. Bei der Firstfeier für den Rohbau des Zubaus zeigten sich die Verantwortlichen am Mittwoch optimistisch und überzeugt, dass das Festspielhaus Ende Juni 2006 wieder voll genützt werden kann. Zur Gestaltung des Vorplatzes wird in den nächsten Wochen ein Wettbewerb "Kunst am Bau" mit sechs renommierten Künstlern durchgeführt.

"Die hohe architektonische Qualität ist nun für jeden Bregenzer sichtbar", freute sich Bürgermeister Markus Linhart (V), während der Bregenzer Baustadtrat Roland Frühstück (V) von einer "Punktlandung im extrem engen Zeitplan" sprach. In Bezug auf die Kosten von maximal 40 Mio. Euro meinte Frühstück: "Wir sind heute sicherer denn je, dass wir den Kostenrahmen einhalten können".

Innenausbau, Vorplatz

Festspiel-Vizepräsident Wilhelm Muzyczyn ging auf die nächsten Schritte bei der Sanierung des Festspielhauses ein. "In den kommenden Wochen wird der komplette Innenausbau vorangetrieben", schilderte Muzyczyn. Besonderes Augenmerk liege naturgemäß auf dem Großen Saal als zentralem Veranstaltungsort des Hauses. Dort wird als nächstes eine Wandverkleidung montiert. "Der Große Saal wird ein Raum mit außergewöhnlicher Atmosphäre. Er wird schöner als je zuvor", war sich der Festspiel-Vizepräsident sicher.

Als besonders wichtig wurde von den Verantwortlichen auch die Gestaltung des Festspielhaus-Vorplatzes erachtet. Sechs international renommierte Künstler wurden in den vergangenen Wochen eingeladen, ihre Projekte einzureichen. Diese werden Anfang Februar juriert und dann rasch umgesetzt. "Damit können wir die hohe architektonische Qualität des Hauses mit einer hohen künstlerischen Qualität verbinden", so Frühstück.

Umbau und Generalsanierung des Bregenzer Festspielhauses wurden unmittelbar nach Abschluss der Festspielsaison Ende August in Angriff genommen. Die Kosten belaufen sich auf maximal 40 Mio. Euro, wovon Bund, Land und Stadt Bregenz 35 Mio. Euro tragen. Den Rest müssen die Festspiele selbst beisteuern. Das 1980 nach einer Bauzeit von rund drei Jahren eröffnete Festspielhaus wurde von 1995 bis 1997 durch Zubauten auf die doppelte Kubatur vergrößert. Seit der Eröffnung wurden dort etwa 6.500 Veranstaltungen mit insgesamt rund 6,7 Mio. Besuchern abgehalten. 2004 wurde das Festspielhaus Bregenz vom Weltverband der Kongresszentren als eines der drei besten Kongresszentren ausgezeichnet. Die Bregenzer Festspiele gehen 2006 von 19. Juli bis 20. August in Szene. Als Spiel auf dem See steht erneut Giuseppe Verdis "Der Troubadour" auf dem Programm. (APA)

Share if you care.