Graz: "Ressidorf" für Obdachlose nach Brand neu eröffnet

8. Dezember 2005, 19:09
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Statt Wohnwagen wurde Containerdorf mit Holz ausgebaut

Graz - Zehn Jahre "Ressidorf" und die Neu-Eröffnung der Wohnstätten in der Grazer Herrgottwiesgasse feierte Caritasdirektor Franz Küberl mit Unterstützern. Man habe "gemeinsam ein Zeichen gesetzt, dass Menschen am Rand ein Anrecht auf Wohnqualität haben", sagte Küberl. Das ehemalige Containerdorf für wohnungslose Menschen wurde um rund 145.000 Euro in stabiler Holzbauweise umgebaut und bietet 14 Personen ein neues Zuhause.

Im Ressidorf wohnten im Vorjahr 37 Personen. Vor dem Umbau des Ressidorfs waren noch fünf alte Wohncontainer, ein Wohnwagen sowie zwei Bürocontainer in Verwendung. Diese waren ebenso wie die Einrichtungsgegenstände in einem sehr schlechten Zustand.

Gründerin Linde Ressi

Das Ressidorf ist nach seiner Gründerin Linde Ressi benannt, die im Dezember 1995 ein Containerdorf für Obdachlose errichtet hat. Die Zielgruppe des Ressidorfes bilden Österreicher, die auf Grund ihrer psychischen Verfassung - vor allem Suchterkrankungen -, Gewaltbereitschaft oder ihres schlechten körperlichen Zustands in keiner anderen sozialen Einrichtung wohnen können. Viele von ihnen waren lange Zeit in Haft oder in psychiatrischer Behandlung. Diesen Menschen das Recht auf Wohnqualität sowie individuelle Betreuung zukommen zu lassen, "war und ist das Anliegen der Caritas der Diözese Graz-Seckau", sagte Küberl. Die Diözese betreibt das Dorf in Zusammenarbeit mit der Stadt Graz. (APA)

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