"Sommernachtstraum" auf Burg Güssing fix

13. Dezember 2005, 12:48
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Teilförderung des Landes, Frank Hoffmann inszeniert 2006

Eisenstadt - Im schwelenden Streit um die kommende Theatersaison auf Burg Güssing erhielt Frank Hoffmann am Mittwoch Rückendeckung von Burgenlands Kulturlandesrat Helmut Bieler (S): Hoffmann wird auf der Burg Güssing 2006 Shakespeares "Sommernachtstraum" inszenieren und Förderungen des Landes erhalten. Die vom Burgverein in Güssing geplanten Vorstellungen hingegen werde man nicht finanziell unterstützen, so Bieler bei einer gemeinsamen Pressekonferenz in Eisenstadt.

Keine Doppelförderung

Nach Differenzen zwischen Hoffmann und dem Burgverein, die mittlerweile auch Anwälte beschäftigen, konnte auch an einem runden Tisch keine Einigung zur gemeinsamen Fortführung der Burgspiele gefunden werden. Bieler stellte am Mittwoch fest: "Seitens des Landes wird es sicher keine Doppelförderung geben. Ob im kommenden Jahr dann zwei Spiele stattfinden, kann ich nicht sagen."

An Hoffmanns Inszenierung werden sich auch der burgenländische Maler Gottfried Kumpf und der Geigenvirtuose Toni Stricker beteiligen. Güssinger Amateurschauspieler sollen das Stück vital machen. "Im Sommernachtstraum wird es einen lebenden Wald geben mit unterschiedlichen Charakteren", so Hoffmann über die Umsetzung. 2006 würden auch Otto Schenk, Wolfgang Ambros und möglicherweise Jo Zawinul für Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

"Der Verschwender" vor Wanderschaft

"Unter allen Umständen" hingegen möchte auch der Burgverein Güssing "Der Verschwender" auf der Burg spielen. Obfrau Hildegard Koller hofft, dass die Aufführungen "am angestammten Platz stattfinden können". "Es ist traurig, dass man (das Land, Anm.) die kulturelle Vielfalt und private Organisatoren nicht unterstützt, aber wir werden versuchen Kosten einzusparen und auf andere Art, zum Beispiel durch Sponsoren, Unterstützung zu finden", so Koller auf Anfrage.

Die Vorbereitungen laufen wie in vergangenen Jahren, ebenso der Kartenverkauf. Sollte es dem Burgverein nicht möglich sein, 2006 auf der Burg zu spielen "werden wir uns etwas überlegen müssen". Bis dahin heiße es "abwarten", denn Koller pocht auf einen Vertrag mit der Burgstiftung "zu unseren Gunsten". Hoffmann meinte dazu bei der Pressekonferenz, dass der Verein sich nur die graphische Gestaltung der Bezeichnung "Burgspiele" gesichert hätte, nicht aber die Bezeichnung selbst. (APA)

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