Begleitbuch zum Wiener Mozartjahr

7. Dezember 2005, 16:27
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"Mozart.Spuren" soll "Wegweiser für Zeitgenossen" sein

Wien - Ein Begleitbuch zum Wiener Mozartjahr 2006 ist am Dienstag Abend im Liechtenstein Palais in Wien präsentiert worden. "Mozart.Spuren" soll mit zwölf Essays ein "Wegweiser für Zeitgenossen" sein. "Anhand von zwölf Begriffen wollen wir Denkanstöße in verschiedene Richtungen geben und die Philosophie und Dramaturgie des Mozartjahres abstecken", so Monika Mertl, die den Reader redaktionell betreute (Herausgeber: Peter Marboe).

Angaben zu den umfangreichen Terminen des Mozartjahres finden sich in dem Buch nicht, dafür eingelegte Schwarz-Weiß-Fotos von Gyula Fodor, mit denen die eingeschlagenen Gedankenwege auch fotokünstlerisch begleitet werden.

"In der fünften Runde vom Publikum rausgewählt"

Die Autorenliste reicht von Autor Martin Amanshauser, der sich über "Mozart in Zeiten von Starmania" Gedanken macht (und seinen Essay mit der Bemerkung "Mozart wurde in der fünften Runde vom Publikum rausgewählt" schließt) über die Musikjournalistinnen Irene Suchy (beschäftigt sich mit Gulda und Mozart, ihre dazu geplante Ausstellung im Theatermuseum wurde allerdings abgesagt) und Renate Burtscher (interviewt Michael Sturminger und Bernhard Lang) bis zum Psychoanalytiker Bernd Oberhoff, der sich mit den Da Ponte-Opern und den "Abgründen des Unbewussten" beschäftigt.

Eines kann und will das Essaybuch nicht leisten: Endgültige Aufklärung bieten. Denn, so schreibt Mertl in ihrem Vorwort: "Die historische Person bleibt trotz aller Forschungsergebnisse genauso unfassbar wie das musikalische Genie." (APA)

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