Google mausert sich zur Top-Marke

8. Dezember 2005, 11:00
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Technologieunternehmen haben relativ gute Reputation bei US-Konsumenten

Google ist erstmals unter den 60 am meisten angesehenen US-Unternehmen. Das geht aus dem Reputation Quotient Ranking von Harris Interactive und dem Reputation Institute hervor. Google hat es sogar auf Anhieb auf den dritten Platz geschafft. Damit liegt das IT-Unternehmen nur noch hinter der US-amerikanischen Vorzeigemarke Coca-Cola und der Nummer eins bei allen Rankings seit 1999, Johnson & Johnson. Technologieunternehmen wie Google, Sony, Dell, IBM und Apple haben ihr Ansehen bei den US-Konsumenten im Vergleich zu anderen Branchen deutlich gesteigert. Abgesehen von der Nummer eins, die offenbar vor allem wegen den Baby-Produkten Vertrauen genießt, haben Pharma- und Energieunternehmen am schlechtesten abgeschnitten. Nur der Tabakindustrie vertrauen US-Konsumenten noch weniger als diesen beiden Branchen.

Aufsteiger des Jahres

Google ist der eindeutige Aufsteiger des Jahres. Der nächste Neueinsteiger ist der Online-Großhändler Costco auf Platz 18. Sony liegt auf dem 6. Rang und hat mit Microsoft auf Rang sieben Plätze getauscht. Intel klettert vom 11. Platz im Vorjahr diesmal gerade noch in die Top Ten der am meisten angesehenen US-Unternehmen. IBM verbessert sich vom 25. auf den 19. Platz, Apple von Rang 34 auf 27. Hewlett-Packard fällt hingegen vom 20. auf den 31. Rang. Auch Dell verschlechtert sich vom 12. auf den 15. Platz.

Die Verlierer

Deutlich verloren hat auch der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, der aus den Top Ten geflogen ist (vom 4. auf den 13. Platz). Auch die Automobilindustrie verliert tendenziell an Ansehen. Während Toyota vom 13. auf den 11. Platz aufsteigt, sinken die Marken Honda (16), Ford (37), GM (38) und DaimlerCrylser (44) im Vergleich zum Vorjahr. Unter den zehn Unternehmen mit dem geringsten Ansehen bei US-Konsumenten finden sich unter anderem Exxon Mobil, Royal Dutch Shell, United Airlines, Halliburton, MCI (ehemals WorldCom) und Enron.

Reputation Quotient

Die RQ-Rangliste des Marktforschers Harris Interactive und des Reputation Institute basiert auf dem so genannten Reputation Quotient, der sich aus den sechs Bereichen Produkte & Services, finanzielle Performance, Arbeitsplatzumfeld, Social Responsibility, Vision & Leadership und emotionale Bewertung zusammensetzt. Für die Auswertung wurden in mehreren Phasen insgesamt beinahe 20.000 erwachsene Konsumenten in den USA befragt. In der ersten Runde mussten knapp 7.000 Befragte jeweils die aus ihrer Sicht beiden Unternehmen mit der besten Reputation und zwei Unternehmen mit der schlechtesten Reputation nennen. Daraus konnten dann die Befragten der nächsten Phase nach den oben genannten Kriterien auswählen. Eine Befragung deutscher Konsumenten wie im Vorjahr fand in diesem Jahr nicht statt, wie pressetext auf Anfrage beim Reputation Institute erfuhr. Sie ist jedoch im Jahr 2006 wieder vorgesehen. (pte)

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