BMW fährt Mercedes beim Absatz davon

21. Dezember 2005, 14:27
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Bayern haben erstmals seit zwölf Jahren deutlichen Vorsprung im Gesamtjahr in Reichweite - Absatzrekord bereits im November erreicht

München - Der bayerische Autobauer BMW hat seinen Konkurrenten Mercedes beim Absatz in diesem Jahr deutlich abgehängt. Nach weiter ungebremster Nachfrage übertraf der Münchner Konzern mit seit Jahresbeginn 1.211.177 ausgelieferten Modellen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce bereits im November seinen Rekordjahresabsatz von 2004. Damit baute BMW seinen Vorsprung gegenüber dem Stuttgarter Wettbewerber weiter um über 100.000 Fahrzeuge aus: Die Mercedes Car Group lag in den ersten elf Monaten bei 1.094.500 ausgelieferten Fahrzeugen.

Absatz bisher um 10,8 Prozent gesteigert

"Es ist schon jetzt absehbar, dass wir im Gesamtjahr 2005 weltweit der erfolgreichste Anbieter im Premiumsegment sein werden", gab sich BMW-Vertriebsvorstand Michael Ganal siegesgewiss. Bisher lag BMW nur einmal in der Firmengeschichte, und zwar im Jahr 1993, beim Absatz deutlich vor Mercedes. "Wir wachsen schneller als die relevanten Wettbewerber", betonte Ganal. So legten die Münchner beim Absatz seit Jahresbeginn um 10,8 Prozent zu, die Stuttgarter lediglich um 1,2 Prozent.

Im Gesamtjahr 2004 hatte die Mercedes-Gruppe einschließlich Smart mit 1,226 Millionen ausgelieferten Autos noch mit einem hauchdünnen Vorsprung von knapp 18.000 Fahrzeugen vor BMW gelegen. In diesem Jahr wurden jedoch allein von der Stammmarke BMW bis einschließlich November mit 1,02 Millionen mehr Fahrzeuge verkauft als von der Sternmarke Mercedes-Benz mit 961.600.

Neue 3er-Reihe als Hauptabsatzbringer

Im vergangenen Monat lieferte der bayerische Konzern mit 114.044 Fahrzeugen der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce insgesamt 9,5 Prozent mehr aus als im November des Vorjahres.

Hauptabsatzbringer bei BMW ist derzeit die neue 3er-Reihe, von der seit dem Modellwechsel im März mit über 200.000 Limousinen 38 Prozent mehr als im Vorjahr verkauft wurden. Zudem verbuchten die Münchner bei der Kleinwagen-Marke Mini dank des neuen Cabrios in diesem Jahr bisher ein Plus von 10,3 Prozent auf nunmehr 190.401 ausgelieferte Fahrzeuge. Auch die Motorradsparte verzeichnete seit Jahresbeginn ein knapp zehnprozentiges Absatzplus. (APA/AP)

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    Von der neuen 3er-Reihe hat BMW seit dem Modellwechsel im März mit über 200.000 Limousinen um 38 Prozent mehr als im Vorjahr verkauft.

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