Porsche: Auftrieb durch Einstieg bei VW

21. Dezember 2005, 14:27
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Autobauer erwartet satte Erträge - Absatz und Umsatz in den ersten vier Monaten gesteigert

Stuttgart - Porsche erwartet durch seinen Einstieg beim Volkswagen-Konzern einen deutlichen Ertragssprung. Vorstandschef Wendelin Wiedeking sagte am Mittwoch in Stuttgart bei der Bilanzpressekonferenz: "Alles in allem streben wir mittelfristig aus unserem Investment einen zusätzlichen jährlichen Nutzen an, der sich mindestens auf einen dreistelligen Millionenbetrag belaufen wird." Unter anderem werden Dividendeneinnahmen von jährlich 60 Mio. Euro erwartet.

In den ersten vier Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2005/06 verbesserte Porsche seinen Konzernumsatz nach vorläufigen Zahlen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6,7 Prozent auf 2,02 Mrd. Euro. Der Absatz legte um 8,5 Prozent auf 25.635 Fahrzeuge zu.

Wiedeking sagte, Porsche werde alles daran setzen, auch im laufenden Geschäftsjahr eine hohe Ertragskraft sicherzustellen. Für das Gesamtjahr werde weiteres Wachstum bei Absatz und Umsatz erwartet. Bei der Profitabilität habe das Unternehmen inzwischen ein Niveau erreicht, das weit über dem aller Automobilhersteller weltweit liege.

"Enorme Entwicklungsaufwendungen zu schultern"

"Auch wenn wir an diesem Kurs festhalten, ist doch klar, dass wir ab diesem Geschäftsjahr enorme Entwicklungsaufwendungen für das Panamera-Projekt und den Hybrid-Antrieb des Cayenne zu schultern haben." Letzteres könne man sich mit Volkswagen teilen, doch unter dem Strich bilde diese Art der Zukunftssicherung "zunächst einmal eine Belastung für die Ertragsrechnung", sagte Wiedeking.

Der Absatz des 911-er zog in den ersten vier Monaten um 11,4 Prozent auf 9.439 Fahrzeuge an. Der Boxster einschließlich der ersten Einheiten des Cayman S legte mit einem Plus von 179,4 Prozent auf 4.998 Fahrzeuge deutlich zu. Vom Cayenne wurden 10.974 Autos abgesetzt und damit 16,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Auf den Carrera GT entfielen 224 Einheiten (Vorjahr: 195 Fahrzeuge). Die Produktion stieg insgesamt von 1. August bis 30. November um 11,1 Prozent auf 29.895 Fahrzeuge an.

"Wichtiger Schritt"

Wiedeking sagte, der Einstieg bei Volkswagen sei für das Unternehmen ein wichtiger Schritt, der Porsche helfe, seine Zukunft zu sichern. "Mit dem Investment werden wir unsere Selbstständigkeit absichern." Porsche profitiere von gemeinsamen Projekten in Forschung, Entwicklung, Beschaffung und Produktion. Ein erhebliches Einsparpotenzial werde auch bei den Herstellkosten erwartet. Die Zusammenarbeit von beiden Unternehmen solle beim Einkauf von Rohstoffen, Betriebsmitteln oder Verbrauchsmaterialien gebündelt werden. Die Materialkosten sollten durch die gemeinsame Verwendung von Bauteilen und Modulen gesenkt werden.

Porsche ist größter Einzelaktionär von Volkswagen. An zweiter Stelle folgt das Land Niedersachsen. (APA)

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