Durch Jobsharing die Geburtenrate erhöhen

7. Dezember 2005, 12:19
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NÖ-Landesrätin Mikl-Leitner präsentierte Maßnahmen für Vereinbarung von Familie und Beruf

St. Pölten - Ausgehend von einem Drei-Säulen Modell hat Landesrätin Johanna Mikl-Leitner (V) im Rahmen eines Pressegesprächs in St. Pölten am Mittwoch neue Maßnahmen zur besseren Vereinbarung von Familie und Beruf in Niederösterreich präsentiert. "Immer mehr Frauen entscheiden sich gegen Kinder, hier müssen wir ansetzen und adäquate Lösungen suchen", so die Landesrätin.

Sabbatical

Das Paket, das ab 1. Jänner 2006 zunächst rund 14.000 Bedienstete umfasst und bis 2008 auf alle Arbeitnehmer des Landesdiensts ausgeweitet werden soll, enthält unter anderen Initiativen wie "Jobsharing" oder dem tageweisen Einsatz von Angestellten in der Karenzzeit. Auch das so genannte "Sabbatical", ein Freijahr, das ArbeitnehmerInnen bei vier Jahren Vollzeit nehmen dürfen. Während dieser Auszeit erhalten sie, unabhängig ob Mann oder Frau, 75 Prozent der Bezüge weiter. Das soll "Rückhalt und Sicherheit für die Familie geben", betonte Mikl-Leitner.

Flexibilisierung

Bereits bewährt habe sich die Gleitzeit für Landesbedienstete, die eine gewisse Flexibilisierung im Arbeitsprozess vorsieht. "So ist es möglich, auch während der Dienstzeit kurzfristig private Angelegenheiten zu erledigen, ohne dass die Leistung darunter leidet." Auch das gegenwärtige Rückkehrrecht an die Arbeitsstelle nach Karenzzeit sei "kein Karriereknick". "Besonders Männer sollen von diesem Angebot Gebrauch machen, gerade weil der Wunsch vielfach besteht", erklärte die Landesrätin.

Widersprüche aufheben

Mikl-Leitner sieht in sozial gefestigten MitarbeiterInnen eine Stärkung für die entsprechenden Betriebe, privatwirtschaftliche Unternehmen hätten bereits um Modelle zur besseren Vereinbarung mit Familie und Beruf angefragt. "Die Geburtenrate ist im Landesdienst, und nicht nur dort, dramatisch zurückgegangen, Statistiken zufolge werden im Jahr 2020 rund 40 Prozent der Frauen kinderlos sein. Es besteht also Handlungsbedarf, Familie und Beruf darf kein Widerspruch sein," betonte die Landesrätin, die hofft, bei positiver Resonanz der Maßnahmen diese auch auf weitere Betätigungsfelder ausweiten zu können. (APA)

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