Teststrecke Tempo 160: Stimmen aus der betroffenen Bevölkerung

7. Dezember 2005, 15:18
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"Aktion eines erfolglosen Politikers" - "Wir sind keine Raser" - "Tempo 130 ist genug" - "Mit Fahrzeugen von heute ist Tempo 160 kein Problem"

Dr. Karl Schlögl, praktischer Arzt in Spittal/Drau:

"Freilich wäre ich bei einer Demonstration mit Bürgermeister Köfer auf der Tauernautobahn dabei. Ich bin gegen Tempo 160 aus Sicherheitsgründen. Die Zeitersparnis auf der 12 Kilometer langen Teststrecke wäre nur eine Minute. Es gibt viele Gründe, die gegen Tempo 160 auf dieser Srecke sprechen: Die Jungen werden zum Rasen animiert, es gibt Wildwechsel, durch die Drau ist die Strecke oft nebelig und die Strecke ist hügelig. Diese Aktion ist das Vorgehen eines erfolglosen Politikers, der hofft, damit in die Medien zu kommen und das hat er ja geschafft. Bei Tempo 130 wir schon jetzt 10 Prozent schneller gefahren - ich finde das reicht vollkommen."

Daniela vom Friseur Camaur in Spittal/Drau:

"Bei unserer Kundschaft ist das zur Zeit noch kein großes Thema, aber das wird sicher noch kommen." Sie persönlich ist gegen Tempo 160: "Wir sind keine Raser!"

Ein Autowerkstättenbesitzer aus dem Raum Spittal/Drau:

"An und für sich bin ich dafür. Mit den Fahrzeugen und der Technik von heute ist Tempo 160 kein Problem. Ich befürchte auch nicht mehr Unfälle deswegen."

Arnulf Staber vom Autohaus Staber in Spittal/Drau:

"Ich finde die Diskussion um Tempo 160 müßig. Man soll es lassen, wie es ist. Die heutigen Autos sind zwar wesentlich besser und sicherer und das Tempo ist auch leicht von der Technik her zu meistern, aber ich finde Tempo 130 trotzdem genug." Bei einer Blockade auf der Tauernbahn würde er aber nicht mitmachen.

Oberst Johann Schunn von der Polizei Spittal

"Wie wir generell bereits festgestellt haben, ist das Thema mittlerweile längst nur mehr ein Politikum, das die Volksrepräsentanten unter sich ausmachen sollen. Ich möchte und darf dazu aus diesem Grund nichts sagen." (mat, mhe)

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