Weniger Abbrüche in Deutschland

9. Dezember 2005, 13:08
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70 Prozent der Frauen sind zwischen 18 und 35 Jahren

Wiesbaden - Mit rund 30.300 Schwangerschaftsabbrüchen im dritten Quartal dieses Jahres ist die Zahl der Abtreibungen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um rund vier Prozent gesunken. Das entspricht 1.400 Abbrüchen. Damit summiert sich die Zahl der Eingriffe auf 94.900 Abtreibungen in der Zeit von Januar bis einschließlich September 2005. 70 Prozent der Frauen, die eine Abtreibung haben vornehmen lassen, sind zwischen 18 und 35 Jahren alt. Etwa sechs Prozent sind minderjährig und rund sieben Prozent über 40 Jahre alt.

Vorwiegend soziale Gründe

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war mehr als die Hälfte der Frauen zum Zeitpunkt des Eingriffes ledig und 41 Prozent haben bislang keine Kinder gehabt. Der Großteil hat den Abbruch - nach einem Beratungsgespräch - aus sozialen und persönlichen Gründen durchführen lassen.

In zwei Prozent der Fälle lagen medizinische oder kriminologische Gründe vor, d.h, dass entweder die Gesundheit der Frau gefährdet war oder die Schwangerschaft aufgrund einer Vergewaltigung entstanden ist. Die meisten Abbrüche wurden mit der Absaugmethode durchgeführt, etwas über acht Prozent mit dem Mittel Mifegyne, dessen Anteil erneut leicht gestiegen ist. (red)

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