Vier US-Truppenstützpunkte in Rumänien

9. Dezember 2005, 09:20
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Rice: "Vertrag über Stützpunkte wird transparent sein" - Staatspräsident Basescu: "US-Präsenz in Rumänien ist kalkuliertes Risiko"

Bukarest - Rumänien und die USA haben am Dienstag ein Rahmenabkommen zur Einrichtung von vier US-Truppenstützpunkten an der rumänischen Schwarzmeerküste geschlossen. US-Verteidigungsministerin Condoleezza Rice und ihr rumänischer Kollege Mihai Razvan Ungureanu unterzeichneten das Dokument in Bukarest in Anwesenheit des rumänischen Staatspräsidenten Traian Basescu.

Rice sagte, die beiden Länder seien nun "Waffenbrüder und Waffenschwestern". Sie betonte, ihr Land stehe dazu, "Terroristen auf der Straße zu verhaften und sie verhören, wenn dies Leben rettet". Anschuldigungen, Bukarest habe geheime CIA-Foltergefängnisse in Rumänien toleriert, bezeichnete Basescu als "deplatziert". Wer derlei behaupte, solle die Verantwortung dafür übernehmen. In Rumänien würden die Menschenrechte respektiert, Folter sei "nicht möglich". Wer dennoch einen Verdacht habe, sei willkommen, dies in Rumänien zu überprüfen. "Flugzeuge sind gelandet, und es werden auch weiter welche landen", fügte Basescu hinzu.

Rice betonte, der Vertrag zu den Truppenstützpunkten in Rumänien werde "transparent" sein. Die US-Camps sollen am Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogalniceanu bei der Schwarzmeer-Hafenstadt Constanta liegen, ferner in den nahe gelegenen rumänischen Militäreinheiten Babadag, Cincu und Smardan.

Zu möglichen Nachteilen dieser Truppenpräsenz für Rumänien sagte Basescu, sein Land sei ein "kalkuliertes Risiko" eingegangen. Die Entscheidung Washingtons für die Standorte in Rumänien unterstreiche die "politische Glaubwürdigkeit" seines Landes, sagte der Präsident. (APA/dpa)

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