Bush: "Zahlen für entführte US-Bürger kein Lösegeld"

8. Dezember 2005, 20:31
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Regierung werde sich aber weiter bemühen, den Aufenthaltsort der Entführten ausfindig zu machen

Washington - Die USA werden nach Aussage von Präsident George W. Bush für die Freilassung von im Irak verschleppten US-Bürgern kein Lösegeld zahlen.

Die Regierung werde sich aber weiter bemühen, den Aufenthaltsort der Entführten ausfindig zu machen, sagte Bush am Dienstag. Die Extremisten würden zur Rechenschaft gezogen.

"Zusammen mit unseren irakischen Partnern werden wir sie jagen und zugleich die Demokratie weiter verbreiten", fügte er hinzu. Irakische Aufständische hatten zuvor in einer Videobotschaft mitgeteilt, einen US-Sicherheitsberater als Geisel genommen zu haben. Sie drohten mit der Tötung des Mannes innerhalb von 48 Stunden, falls die USA nicht alle irakischen Gefangenen freiließen. Die Botschaft wurde vom arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira ausgestrahlt.

Dem Sender zufolge sollen die Aufständischen auch Entschädigungszahlungen für die Bewohner in der irakischen Provinz Anbar gefordert haben. Dort hatten die US-geführten Truppen zuletzt mehrere Offensiven geführt. Der US-Bürger ist der siebte entführte Ausländer innerhalb von etwa zehn Tagen in dem Golfstaat. Ein weiterer US-Bürger - ein Mitarbeiter einer christlichen Friedensgruppe - war Ende November von Unbekannten entführt worden. Von der am 25. November verschleppten Deutschen Susanne Osthoff und ihrem irakischen Fahrer fehlt noch immer jede Spur. (Reuters)

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