Persönliche Bestzeit = Weltrekord

8. Dezember 2005, 17:43
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Markus Rogan startet bei der Kurzbahn-EM in Triest erneut einen Angriff auf die Bestmarke von Aaron Peirsol

Triest - Für Markus Rogan zählt nur noch der Weltrekord, und diesen will sich der 23-Jährige nach Möglichkeit bei der am Donnerstag beginnenden Kurzbahn-EM der Schwimmer in Triest sichern. Auch nach seiner Ankunft am Dienstag in Italien kam der Europarekordler nicht von seinem Plan ab, am Donnerstag die Weltbestleistung des US-Amerikaners Aaron Peirsol zielstrebig anzugreifen.

Denn die europäische Konkurrenz scheint nicht an Peirsols Marke herankommen zu können, wobei Coach Robert Michlmayr vorsichtig ist. "Wer gerade aus schwimmen kann, wird am Start sein. Und gleich vier Leute im WM-Finale haben gezeigt, wie stark die Europäer über 200 m Rücken sind." Vor allem der rumänische WM-Vierte Razvan Florea, die Briten James Goddard und Gregor Tait sowie der Ungar Laszlo Cseh sind schwierig einzuschätzen.

An ihnen wird und darf sich Rogan freilich nicht orientieren, will er den wohl größten Coup seiner bisherigen Karriere in die Realität umsetzen. "Ich bin in guter Form und werde ein gutes Rennen abliefern können", erklärte der SV-Schwechat-Athlet zwei Tage vor der Stunde X. "Aber ob es reicht, werde ich erst nach der letzten Wende wissen. Wenn ich auf den letzten 25 Metern lächle, dann passt es", meinte er mit einem Augenzwinkern.

Dass er die Rekordzeit drauf hat, hat Rogan am 23. Jänner in Berlin bewiesen. Nur wegen einer nicht ganz so geglückten Wende verpasste der Wiener die 1:50,52 Minuten Peirsols um 15 Hundertstel, sein Europarekord steht seither bei 1:50,67. Diese eine Wende muss nun auch stimmen. "Ich weiß, dass alles passen muss, damit es sich ausgeht. Aber ich brauch' ja nur meine persönliche Bestzeit ein bisschen verbessern."

Seine Saison-Vorbereitung hat Rogan auf die 200-m-Strecke, über die 100 m ist er nach den zuletzt gezeigten Leistungen aber auch weit vorne zu erwarten. "Ich denke schon, dass die gut gehen werden." Dass sich der Vize-Weltmeister durch das zuletzt reduzierte Training die besonders für die mittlere Rücken-Strecke wichtige Spritzigkeit angeeignet hat, haben starke 23,19 Sekunden im Sprint am vergangenen Sonntag in St. Pölten bewiesen. (red/APA)

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