Asfinag testet Maut-Videoüberwachung

14. Dezember 2005, 21:03
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Falsch geklebte Maut-Vignetten können ab 2006 besser überprüft werden

Wien - Für Mautsünder könnte es ab Mitte nächsten Jahres schwieriger werden. Die Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag testet, ob künftig die Mautvignetten mittels Video überwacht werden können.

Stehen Aufwand in passabler Relation zu den Einnahmen durch ertappe Vignettensünder, dann wird es das System geben, so Asfinag-Sprecher Marc Zimmermann. Die Videokontrolle soll in erster Linie dort eingesetzt werden, wo das Herauswinken von Autofahrern schwierig ist, wie etwa auf der Südosttangente.

Kontrolle im Auto

Hatte ein Autofahrer bisher gesetzwidrig die Maut-Vignette auf der Windschutzscheibe so aufgeklebt, dass sie wieder entfernt werden konnte, war dies für die Mautkontrollore schwer festzustellen: Sie durften nicht ins Fahrzeuginnere greifen, um dies zu überprüfen. Dies wird sich im 1. Quartal 2006 ändern, dann soll dies dank eine Gesetzesnovelle erlaubt sein, hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage aus dem Verkehrsministerium.

Künftig werden Autofahrer auch mit einer intensiveren Befragung durch die Kontrollore der Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag zu rechnen haben. Sie dürfen ab Bekanntgabe der Novelle in einigen Monaten auch eine Verkehrserhebung durchführen und etwa danach fragen, wie oft die Strecke gefahren wird oder wohin die Reise geht. Antworten muss der Befragte nicht.

Weiters dürfen die Mautkontrollore in Zukunft statt Bargeld auch Sachspenden annehmen - sollte der Fahrer nicht über genug Bares verfügen. Will der Lenker nicht zahlen, kommt weiterhin die Polizei. (APA)

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