In-Game-Werbung kommt an

16. Dezember 2005, 14:46
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Studie von Activision und Nielsen Entertainment über Werbung in PC- und Konsolenspielen

Werbung in PC- und Konsolenspielen wird nicht nur bemerkt, sondern wirkt sich auch bei einer Mehrheit der Spieler positiv auf die Markenwahrnehmung aus. Das geht aus einer aktuellen Studie zu so genannter In-Game-Werbung hervor, für die der Game-Publisher Activision und der Marktforscher Nielsen Entertainment 1.350 aktive, männliche Gamer zwischen 13 und 44 Jahren in acht US-Städten getestet und befragt haben. Ziel der "Pionierstudie" in Spielen sei die Demonstration der neuen Möglichkeiten, die Spiele für Markenprodukte bieten. Außerdem soll die Messbarkeit von In-Game-Werbung standardisiert werden.

Hoher Grad an Überzeugungskraft

"Alle Medien können von sich behaupten, die Aufmerksamkeit zu steigern, aber bisher war es keiner Mediengattung möglich, nachweisbar die Meinung des Konsumenten zu ändern", erklärt Activision-Chef Robert Kotick. Genau das schafft laut Studie In-Game-Werbung: Ein wesentlich höherer Teil der getesteten Gamer hat die Meinung zum Produkt im positiven Sinne geändert, deutlich weniger haben nach dem Spiel eine schlechtere Meinung vom Produkt. Die Studie bestätigt die erhöhten Aufmerksamkeitswerte (Awareness) und die Werbeerinnerung (Recall). Die Variabel der Verbreitung (Pervasiveness) verstärkt ebenfalls die Markenwahrnehmung. In Kombination mit der Produktintegration in das Spiel führen dies zur einem hohen Grad an Überzeugungskraft (Persuasion), worin die Studie die Berreitschaft des Konsumenten sieht, die Meinung zu einer Marke zu ändern oder sie anderen zu empfehlen.

Werbung steigert Realismus und Freude am Game

"Videospiele sind ein relevanter Rahmen für Gamer, um Produkte virtuell zu erleben", meint Michael Dowling, General Manager bei Nielsen Entertainment, zu den Studienergebnissen. Werbung in Computerspielen werde nach wie vor sehr gut akzeptiert. Die Rezeption der Konsumenten ist demnach nicht nur positiv, sondern zahlreiche Befragte geben sogar an, dass die Werbung Realismus und Freude am Game gesteigert hat. Auf Basis der Studie unterscheidet Nielsen zwei Levels der Produktintegration von In-game-Werbung: Unique Objects (oder Game Elements) sind Elemente, die ein Teil der Handlung sind und den Zielen des Spiels dienen. Brand Presence sind hingegen Objekte wie Banner, Werbeplakate, Geräte und Gegenstände, die im Spiel zu sehen sind, aber nicht in die Handlung integriert sind, also vom Spieler nicht benutzt oder gesehen werden müssen (aber können).

Ziel der Studie war auch die Vergleichbarkeit der Werbewirkung mit jener von traditioneller Werbung oder Product Placement (z.B. im TV). Erhebungen des Marktforschers haben ergeben, dass Männer zwischen 18 und 34 Jahren sechs bis sieben Mal mehr Werbeeindrücke in CPM (Counts/Minute) beim Spielen als beim Fernsehen in der Primetime aufnehmen. Der Bedarf nach einer effektiven Messmethode für In-Game-Werbung liege daher auf der Hand. "Messbarkeit erhöht die Effizienz in jedem Business, besonders in der Werbung", so Andy Wing, Chef von Nielsen Entertainment. Für die Studie spielten vier Testgruppen Games mit Werbung, zwei Gruppen dieselben Spiele ohne Werbung und drei Gruppen sahen fern. (pte)

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