Entscheidung über eigene Internetadresse für Sex-Seiten vertagt

13. Dezember 2005, 13:37
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Domainendung ".xxx" bleibt weiter im Gespräch

Die Entscheidung über die Zulassung einer umstrittenen Internet-Endung speziell für Sex-Seiten ist auf nächstes Jahr verschoben worden. Eigentlich wollte die Gruppe ICANN, die für die Verwaltung von Internet-Adressen verantwortlich ist, bei ihrem vierteljährlichen Treffen in Vancouver entscheiden, ob es künftig für pornografische Internetseiten den Zusatz ".xxx" in der Adresse geben soll.

Abwarten

ICANN-Präsident Paul Twomey kündigte aber am Montag vor Journalisten an, eine Abstimmung sei verschoben worden, weil einige Mitglieder noch Zeit für die Durchsicht der Bewerbungsunterlagen bräuchten. Das Thema werde wohl im ersten Vierteljahr 2006 wieder auf der Tagesordnung stehen.

Aufschub

Nach einer Anfrage der USA und anderer Länder nach mehr Informationen vor einer Zulassung der Sex-Domain hatte ICANN seine Arbeit im August verschoben. Befürworter einer solchen Adresse argumentieren, damit könnten Internet-Nutzer, die nicht auf Pornografie aus sind, Sex-Seiten problemlos umgehen.

Konservative Organisationen dagegen befürchten, dass eine eigene Adresse die Sex-Industrie legitimieren würde und das Online-Geschäft damit ankurbelt. Twomey sagte, einige Mitglieder des Entscheidungsgremiums von ICANN hätten zudem Bedenken angemeldet, etwa wie Maßnahmen zum Schutz von Kindern umgesetzt werden sollen und ob diese künftig noch geändert werden können. (APA)

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