US-Senatoren drängen Bush zu Teilnahme an Klima-Verhandlungen

12. Dezember 2005, 15:38
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Demokraten und Republikaner wünschen konstruktiveren Ansatz

Washington - Eine Gruppe von 24 US-Senatoren hat Präsident George W. Bush aufgefordert, sich nicht länger den internationalen Gesprächsforen zum Klimaschutz zu verweigern. Mit ihrer Entscheidung, solchen Gesprächen fernzubleiben, verletze die Regierung ihre Verpflichtungen aus dem 1992 in Rio de Janeiro abgeschlossenen Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC), schrieben die 20 demokratischen und vier republikanischen Senatoren am Montag in einem gemeinsamen Brief an Bush.

"Die Vereinigten Staaten sollten es zumindest unterlassen, solche Gespräche zu blockieren oder zu behindern, weil dies nicht im Einklang mit unseren Verpflichtungen stünde." Vielmehr liege es im Interesse der USA, sich konstruktiv an solchen Gesprächen zu beteiligen.

In der kanadischen Stadt Montreal beraten derzeit Delegierte aus 189 Ländern über Maßnahmen gegen die Erderwärmung und den weiteren Umgang mit dem Kyoto-Protokoll. Das Abkommen legt weltweit gültige Obergrenzen für den Ausstoß von Treibhausgasen fest, die für den Klimawandel verantwortlich gemacht werden. Die USA haben das Protokoll nicht unterzeichnet. Washington will für die Emissionen keine Grenzwerte festschreiben, sondern plädiert für eine freiwillige Reduzierung. Auch Australien widersetzt sich einer Unterzeichnung des Protokolls. (APA)

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