Ex-Regierungschef Subaidi in US-Gefangenschaft gestorben

7. Dezember 2005, 22:37
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Anfang der 90er Jahre einer der hochrangigsten Vertreter Saddams

Bagdad - Der frühere irakische Ministerpräsident Muhammad Hamsa al Subaidi ist in einem US-Militärkrankenhaus in Bagdad gestorben. Der 67-Jährige starb bereits am Freitag an Herzversagen, wie die amerikanischen Streitkräfte am Montag mitteilten. Das Ergebnis einer Autopsie stehe noch aus.

Al Subaidi war ein führendes Mitglied der ehemals regierenden Baath-Partei von Saddam Hussein sowie des Revolutionären Kommandorats. Er befehligte zu Beginn der US-geführten Invasion 2003 die irakischen Streitkräfte im Zentrum des Landes.

Schiiten-Aufstand

Al Subaidi war einer der ranghöchsten im Irak festgenommenen Gefolgsleute von Saddam Hussein. Er war verantwortlich für die Unterdrückung eines schiitischen Aufstands im Süden des Iraks nach dem Golfkrieg 1991. Während des irakisch-iranischen Kriegs 1980 bis 1988 befehligte er die irakischen Streitkräfte in Kirkuk.

Anfang der 90er Jahre war er einer der hochrangigsten Vertreter von Ex-Präsident Saddam Hussein, dem derzeit vor einem irakischen Sondertribunal der Prozess gemacht wird.

Al Subaidi gehörte zu den 55 meistgesuchten Vertretern des gestürzten Regimes und wurde am 20. April 2003 festgenommen. Die Identität des Toten wurde erst am Montag am Rande des Saddam-Prozesses bekannt, als Saddams Halbbruder den Tod Subaidis erwähnte. Unklar blieb, wo Subaidi in Haft war, bevor er im Krankenhaus behandelt worden war. (APA/AP/Reuters)

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