Mittelstand

6. Dezember 2005, 10:02
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Wer mehr verdient, hat bei einem SPÖ-Kanzler und -Finanzminister nichts zu lachen - Ein Kommentar von RAU

All die Promis, die beim letzten Mal für Alfred Gusenbauer ihre Unterschrift und ihr Konterfei hergegeben haben, die Künstler, Schriftsteller, Schauspieler, Manager und Unternehmer müssten beim nächsten Mal eigentlich ÖVP wählen - wenn sie nach ihren ökonomischen Interessen entscheiden.

Wie Gusenbauer in der ORF-"Pressestunde" festlegte, will er den "breiten Mittelstand" steuerlich entlasten. Der liegt laut Gusenbauer zwischen 2500 und 3700 Monatsbrutto. Hier liegt nach einem Rechenexempel des SPÖ-Finanzsprechers Matznetter die Belastung durch Steuern und Sozialabgaben bei 70 Prozent (weil er die Dienstgeberanteile dazurechnet).

Wer mehr verdient, hat bei einem SPÖ-Kanzler und -Finanzminister nichts zu lachen. Laut Gusenbauer und Matznetter werden die Bezieher von Einkommen ab 6000 Euro höhere Abgaben zahlen müssen. Darunter dürfte ein Gutteil der prominenten Unterstützer von Gusenbauer fallen. Leute, die gut verdienen, aber keine Superreichen sind. Die ÖVP hingegen hat angekündigt, und wird es im Falle des Falles auch machen: Einkommen jenseits der Gusenbauer'schen Mittelstandsgrenze zu entlasten. Das wird für manche eine schwere Entscheidung. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 6.12.2005)

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