Steiermark: Etwas mehr Schiene für Pendler und Reisende

7. Dezember 2005, 20:34
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ÖBB erweitern Angebot mit 11. Dezember - Verein "Fahrgast" ortet Schwachpunkte

Graz - Ein verbessertes Angebot wollen die ÖBB mit Fahrplanwechsel am 11. Dezember ihren Fahrgästen in der Steiermark sowohl im regionalen als auch im internationalen Schienenverkehr bieten. Neu ist eine EC-Verbindung von Laibach (Ljubljana) über Graz und Linz nach Prag, dafür entfällt aber der "Euronight" nach Triest und Venedig. Verstärkt im Pendlerverkehr kommen so genannte "Sprinterzüge" zum Einsatz, teilten die Bundesbahnen mit.

Die EuroCity-Verbindung Laibach - Prag (EC 100/ 101), die über Graz und Linz geführt wird, findet sich neu im Angebot. Dafür verliert Graz aber die erst Ende 2002 eingeführte Nacht-Verbindung "Venezia" nach Triest und Venedig (EN 240/241) und damit auch die Spätverbindung nach Marburg (derzeit 22.45 Uhr, künftig letzter Zug um 18.41 Uhr). Die bisher daran gekoppelte direkte Verbindung Graz - Budapest bleibt allerdings erhalten - sie wird als IC geführt. Verstärkt wird die Anbindung von Ungarn durch einen zusätzlichen "EURegio" von Jennersdorf (Bgld.) über Sopron nach Wien.

Direkt

Neue direkte Züge zwischen Bad Radkersburg über Spielfeld-Straß nach Graz sollen laut ÖBB vor allem Pendler im Früh- und Nachmittagsverkehr eine attraktive Alternative zum eigenen Auto bieten. Kritisiert wird in diesem Zusammenhang vom Verein "Fahrgast", dass auf der Radkersburger Bahn zwar Haltestellen aufgelassen werden, es aber zu keinen kürzeren Fahrzeiten kommt.

Zusätzlich angeboten wird eine Spätverbindung auf der steirischen Ostbahn (22.50 Uhr ab Graz Hauptbahnhof nach Fehring), ein Kurs, der bisher mit Bussen geführt wurde. Ein neuer "Sprinter" wird vom oberen Murtal nach Graz geführt (ab Unzmarkt 5:34 Uhr, an Graz 7.13 Uhr), in die Gegenrichtung fahren zwei neuen "Sprinter" um 16:01 Uhr und 17:35 Uhr. Eingestellt werden hingegen zwei Eilzüge im Abschnitt Unzmarkt - Friesach, also nach Kärnten.

Laut Fahrgast "suboptimal" ist der Abendverkehr auf der Hauptroute im Regionalverkehr Graz - Bruck/Mur gestaltet: Nach vier Zügen, die zwischen 21.01 und 21.45 Uhr den Grazer Hauptbahnhof verlassen, gibt es an fünf Tagen ein Zwei-Stunden-Loch. Längere Wartezeiten für Fahrgäste nach Wien und ins Mürztal ergeben sich durch die Verlegung des "Sprinter" nach Bruck von 20.22 Uhr auf 21.01 Uhr - jene Passagiere, die nach Rom wollen, haben dafür einen etwas kürzeren Anschluss. Dem oft geäußerten Wunsch von Pendlern nach einer schnellen Morgenverbindung von Mürzzuschlag nach Graz sei leider nicht nachgekommen worden, so der Verein "Fahrgast". (APA) ~

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