Frühere Kommission zum 11. September kritisiert US-Regierung

12. Dezember 2005, 15:38
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"Gott steh uns bei, falls es einen weiteren Angriff gibt"

Washington - Die USA sind nach Einschätzung der ehemaligen Untersuchungskommission zum 11. September 2001 auf eine neuerliche Terrorattacke nicht vorbereitet. Die Empfehlungen aus dem Abschlussbericht der Kommission vom Juli 2004 seien nur unzureichend umgesetzt worden, erklärten Mitglieder der inzwischen aufgelösten Kommission am Sonntag (Ortszeit) bei einem Fernsehauftritt. "Gott steh uns bei, falls es einen weiteren Angriff gibt", sagte der frühere Kommissionsvorsitzende Thomas Kean, der der republikanischen Partei von US-Präsident George W. Bush angehört.

Alle zehn ehemaligen Kommissionsmitglieder wollten am Montag einen Bericht veröffentlichen, in dem sie die Umsetzung ihrer Vorschläge bewerten. Erfüllt wurde die zentrale Forderung nach der Schaffung eines zentralen Geheimdienstkoordinators: Im April trat John Negroponte sein Amt als erster Nationaler Geheimdienstdirektor an.

Kean und sein Stellvertreter Lee Hamilton kritisierten jedoch am Sonntag, die Kommunikation zwischen Polizei und Feuerwehr sei nicht verbessert worden. Zudem müssten die Bundeszuschüsse für den Kampf gegen den Terrorismus in den einzelnen US-Staaten anders aufgeteilt werden. (APA/AP)

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