Raumfahrt ist auch ein politisches Thema

7. Dezember 2005, 12:44
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ESA-Ministerkonferenz in Berlin

Berlin - Bei einer ESA-Ministerratstagung in Berlin sollen jetzt die strategischen Weichen für die europäische Raumfahrtpolitik in den kommenden zehn Jahren gestellt werden. Der deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos eröffnete am Montag das Treffen der Europäischen Weltraumorganisation. Einigkeit wollen die Teilnehmer über einen Gesamtetat von 8,8 Milliarden Euro für die kommenden drei Jahre erzielen.

Als eines der wichtigsten Vorhaben gilt die Weiterentwicklung der Trägerrakete Ariane, die Europa einen unabhängigen Zugang zum Weltraum sichert. Die 17 Mitgliedstaaten der ESA wollen sich zugleich auf eine langfristige Fortführung der wissenschaftlichen Programme verständigen. Dafür will die Weltraumorganisation mit 3,8 Milliarden Euro den größten Betrag ihres Etats in den kommenden Jahren bereitstellen. Mt der weiterentwickelten Ariane 5 ECA können zwei Satelliten mit einer Gesamtmasse von bis zu zehn Tonnen ins Weltall befördert werden.

Als größtes Forschungslabor im All soll die Weltraumstation ISS weiterentwickelt werden. Weiters beraten die Minister über die Fortführung von Aurora, einem der jüngsten ESA-Programme, zur Erkundung des Sonnensystems. Mit der Mission ExoMars soll nach Leben auf und unter der Oberfläche des Nachbarplaneten gesucht werden. Der Start der Mission ist für 2011 geplant.

Die Europäische Weltraumorganisation kommt alle drei bis vier Jahre zusammen, um Grundsatzentscheidungen für die gemeinsame europäische Raumfahrtpolitik zu treffen. Die ESA zählt 17 Mitgliedsstaaten. An bestimmten ESA-Projekten arbeiten im Rahmen von Kooperationsverträgen auch Kanada und Ungarn mit. Erstmals sind Beobachter aus den zehn Beitrittsstaaten beteiligt. Österreich ist durch Staatssekretär Edouard Mainoni (B) vertreten.(APA/AP)

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