Die Herkunft Walthers erforschen - Ideale Werkstoff-Mixturen

12. Dezember 2005, 12:50
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Die Herkunft Walthers erforschen

Schon seit Jahrhunderten wird in Mitteleuropa nach der Heimat und auch der Herkunft Walthers von der Vogelweide gesucht. Ein schriftlicher Nachweis dazu existiert bis heute nicht. Die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) veröffentlicht nun eine umfassende Theorie zu Herkunft und Heimat Walthers von der Vogelweide. Der Wiener Privatforscher Walter Klomfar hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten in akribischer Detailarbeit aus Quellenstudien, Archivrecherchen, Dokumentenanalyse und Feldarbeit die Hypothese entwickelt, dass Walther von der Vogelweide mit höchster Wahrscheinlichkeit aus dem heute verödeten mittelalterlichen Dorf Walthers bei Zwettl in Niederösterreich stammt. Klomfar, 1931 in Wien geboren, absolvierte eine Lehre als Werkzeugmacher, war ab 1959 Redakteur bei einer internationalen Presseagentur. 1973 erwarb er die Presseagentur. 1982 erschienen erste Veröffentlichungen zur Heimatforschung.

Ideale Werkstoff-Mixturen

Was vor 20 Jahren in der Pharmazie begann, wird nun in der Erforschung neuer Werkstoffe fortgesetzt. Claudia Ambrosch-Draxl, seit Kurzem Professorin für "Atomistic Modelling und Design of Materials", erforscht ideale "Mixturen", um neue Materialien mit speziellen mechanischen oder optischen Eigenschaften entwickeln zu können. Ambrosch-Draxl geht es dabei um die Berechnung von geeigneten Kristallstrukturen, die erst mit den heutigen Computerleistungen möglich sind. Dabei werden verschiedene Anordnungen der Atome getestet, um die gewünschten Materialeigenschaften erreichen zu können. Die Untersuchung der mikroskopischen Strukturen kann aber auch als Hilfestellung dienen, wenn Probleme von Laborexperimenten genau analysiert werden sollen. Mit dieser Grundlagenforschung "erklären wir", so Ambrosch-Draxl, "wie bestimmte Anwendungen funktionieren können". (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 12. 2005)

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