Österreich hat Verkehrssicherheitsziel verfehlt

6. Dezember 2005, 16:43
4 Postings

VCÖ fordert mehr Kontrollen, Nachtbusse und Nein zu Tempo 160

Wien - Ziel des Verkehrsministeriums für 2005 war, die Zahl der Verkehrstoten auf weniger als 718 zu verringern. "Doch schon jetzt sind mehr als 720 Personen bei Verkehrsunfällen tödlich verunglückt", berichtete der Verkehrsclub Österreich am Montag. Die Organisation fordert mehr Alkohol- und Tempokontrollen sowie mehr Nachtbusse in den ländlichen Regionen und ein Ende des Tempo 160- Projekts.

"Wir müssen mit rund 800 Verkehrstoten am Ende des Jahres rechnen", sagte Martin Blum vom VCÖ. Im Jahr 2002 hat die Regierung das Verkehrssicherheitsprogramm beschlossen. Bis zum Jahr 2010 soll die Zahl der Verkehrstoten auf 500 verringert werden. "Bisher wurde das jährliche Zwischenziel immer verfehlt. Hätte Österreich die Ziele in den vergangenen drei Jahren erreicht, wären noch 285 Unfallopfer am Leben", kritisierte Blum.

Tempo 160 "falches Signal"

Tempo 160 zu legalisieren, sei "das falsche Signal an die Hochrisikolenker". "Bleib am Leben - Geh vom Gas", lautet die aktuelle Kampagne des Innenministeriums. Das Tempo 160-Projekt würde dies konterkarieren.

Was den Wunsch des Clubs nach mehr Kontrollen betrifft: "Damit die Exekutive die nötigen Ressourcen hat, soll die Hälfte der Strafeinnahmen für mehr Verkehrskontrollen verwendet werden", sagte Blum. Zudem fordert der VCÖ mehr Bus- und Bahnverbindungen am Abend. "Jeder vierte Verkehrstote ist zwischen 15 und 24 Jahre jung, viele verunglücken auf der Heimfahrt von der Disco." (APA)

Share if you care.