Hicke beim Abschied erfolgreich

14. Dezember 2005, 12:15
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Rapid gewann das letzte Spiel im Hanappi-Stadion unter dem neuen ÖFB-Teamchef mit 3:1 gegen Pasching - Tränen beim scheidenden Coach

Wien - Die Mannschaft des österreichischen Fußball-Rekordmeisters Rapid Wien hat dem scheidenden Trainer und künftigen ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger einen würdigen Abschied aus dem heimischen Hanappi-Stadion beschert. Der Titelverteidiger feierte in der 21. Bundesliga-Runde einen 3:1-(2:0)-Heimerfolg über den FC Superfund Pasching und blieb damit auch im siebenten Meisterschaftsspiel in Folge ungeschlagen.

Starker Beginn von Pasching

Hofmann, Andreas Ivanschitz (Foulelfmeter) und Akagündüz sorgten mit ihren Toren für eine gelungene Rapid-Generalprobe für das abschließende Champions League-Gruppenspiel am Mittwoch gegen Juventus Turin (20:45 Uhr/Happel-Stadion). Baur traf für die Elf von Interims-Trainer Helmut Kraft.

Die 9.700 zur "St. Hanappi"-Abschiedsvorstellung von "Hicke" erschienenen Zuschauer sahen eine starke Anfangsphase der Gäste aus Oberösterreich. Pichlmann (7.) rutschte nur um Zentimeter an einem Querpass von Kabat vorbei, einen Schoppitsch-Freistoß (9.) entschärfte Rapid- und Nationaltorhüter Payer per Faustabwehr. Aus der ersten sehenswerten Kombination der Gastgeber resultierte gleich der Führungstreffer durch Steffen Hofmann (23.). Ivanschitz hatte die Aktion eingeleitet, Akagündüz den Deutschen nach Flanke von Katzer mit einem Pass in den Lauf ideal in Szene gesetzt.

Ivanschitz verwandelt ersten Elfer für Rapid

Kurz vor der Pause ahndete Schiedsrichter Einwaller einen Trikot-"Zupfer" von Bolter an Akagündüz zu Recht mit Elfmeter, den Ivanschitz (45.), der die Aktion zum Strafstoß auch eingeleitet hatte, souverän zum 2:0 verwandelte. Nach dem Seitenwechsel agierte Rapid teilweise zu nachlässig und wurde durch den Anschlusstreffer bestraft. Pasching-Kapitän Baur (66.) beförderte den Ball nach einer Maß-Flanke von Chiquinho volley ins Kreuzeck. Pasching setzte nach, Kahraman (72.) fand mit einem Weitschuss aber in Payer seinen Meister.

Akagündüz (74.) blieb es schließlich vorbehalten, die Grün-Weißen mit einer sehenswerten Einzelaktion auf die Siegerstraße zu bringen. Ivanschitz war erneut Ausgangspunkt, Akagündüz ließ Bolter aussteigen und Schicklgruber mit einem Schuss in die lange Ecke keine Chance. Pasching gab nicht auf, der eingewechselte Gilewicz (80.) und Vorisek (87.) scheiterten aber an Payer.

36 Siege für "Pepi" in "seiner Kathedrale"

Hickersberger, der seine Gesamt-Bilanz im Hanappi-Stadion auf 36 Siege, 16 Remis und 11 Niederlagen verbesserte, wurde von den grün-weißen Fans nach dem Schlusspfiff frenetisch gefeiert. Schon vor dem Spiel hatten die Rapid-Anhänger ihren Trainer mit dem Transparent geehrt: "Einen schlafenden Riesen geweckt - niemals aufgesteckt - Deine Liebe zu Rapid Tradition schaffte ungeahnte Emotion - für immer in unserer Gunst - J. Hickersberger einer von uns!" (APA)

  • SK Rapid Wien - FC Superfund Pasching 3:1 (2:0)
    Hanappi-Stadion, 9.700, SR Einwaller.

    Torfolge: 1:0 (23.) Hofmann, 2:0 (45.) A. Ivanschitz (Foulelfmeter), 2:1 (66.) Baur, 3:1 (74.) Akagündüz

    Rapid: Payer - Dober, Martin Hiden, Valachovic, Katzer - Martinez (76. Hlinka), Hofmann, Korsos (90. Garics), A. Ivanschitz - Kincl (81. Kienast), Akagündüz

    Pasching: Schicklgruber - Bolter, Baur, Chaile, Ortlechner - Chiquinho (81. Karatay), Brabec (59. Kahraman), Vorisek, Schoppitsch - Kabat (70. Gilewicz), Pichlmann

    Gelbe Karten: Martinez, Payer bzw. Chaile, Schoppitsch

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      Tränen beim Abschied: Pepi Hickersberger zum letzten Mal im St. Hanappi.

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