USA entsenden Ex-Botschafter zu Status-Gesprächen

6. Dezember 2005, 16:10
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Diplomaten: Washington will Einfluss auf Verhandlungen nehmen

Washington - Die USA wollen nach Angaben von Diplomaten einen profilierten früheren Botschafter zu den UNO-Gesprächen über den künftigen Status des Kosovo entsenden und die Verhandlungen damit vorantreiben. Die Regierung in Washington habe sich für den früheren Botschafter in Ägypten und Indien, Frank Wisner, entschieden, sagten Diplomaten am Freitag. Die Wahl des ehemaligen Karrierediplomaten verdeutliche die Entschlossenheit der USA, Einfluss auf die Verhandlungen zu nehmen, hieß es. Das US-Außenministerium habe aber noch keinen Termin für die Bekanntgabe seiner Wahl festgelegt.

Die serbische Provinz Kosovo wird seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet. Damals hatte ein Militäreinsatz der NATO die serbischen Truppen zum Rückzug aus der überwiegend von Albanern bewohnten Provinz gezwungen. Die albanische Bevölkerungsmehrheit strebt eine Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien an. Serbien lehnt dies ab, hat der Provinz aber eine weit reichende Autonomie angeboten. Für die UNO vermittelt der frühere finnische Präsident Martti Ahtisaari bei den Gesprächen. (APA/Reuters)

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