Faire Spielregeln, fairer Handel

3. Dezember 2005, 12:53
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Wien steht im Dezember im Zeichen der fairen Wochen

"Die Industrieländer dürfen die landwirtschaftliche Industrie und ihre Überschussproduktion nicht mehr fördern. Mit dem Geld der europäischen Steuerzahler finanzieren sie Agrarexporte, die in den Entwicklungsländern Millionen von Arbeitsplätzen vernichten. Wir fordern, dass diese Mittel sinnvoll für Entwicklungszusammenarbeit und zur Minderung der wachsenden Armut in Österreich ausgegeben werden", so Helmut Adam, Geschäftsführer der Südwind Agentur, anlässlich der 6. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation (WTO), die im Dezember in Hongkong stattfinden wird.

Die WTO-Konferenz ist entwicklungspolitischer Schwerpunkt der Fairen Wochen Wien, die von 5. bis 23. Dezember 2005 stattfinden. Nichtregierungsorganisationen befürchten, dass bei den WTO-Verhandlungen eine schrankenlose Liberalisierung im Agrarbereich, die nur der industrialisierten Landwirtschaft und GroßgrundbesitzerInnen in die Hände spielen würde, beschlossen wird. Faire Spielregeln im landwirtschaftlichen Bereich, wie ökologische und soziale Standards sichern gerechte Entlohnung und fairen Genuss. Fairtrade soll den WienerInnen im Dezember verstärkt als realistische und sinnvolle Handlungsalternative präsentiert werden.

Angebot

Das Veranstaltungsangebot der Aktionswochen zum Fairen Handel beinhaltet politische, ökonomische, kulturelle und kulinarische Programmpunkte, zum Beispiel eine Podiumsdiskussion zum Thema "Frauen im Islam. Zwischen Stereotypen und Realität" und der Diavortrag "Als Menschenrechtsbeobachterin in Guatemala". Die Fairen Wochen gibt es seit 2001. Sie werden von Südwind Wien und Fairtrade organisiert. (red)

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