Jeden Tag Physik

3. Dezember 2005, 10:00
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5. Dezember: Unschärfe

Werner Karl Heisenberg wurde am 5. Dezember 1901 geboren. Er besuchte das Maximilian-Gymnasium in München und studierte in München und Göttingen. Anschließend forschte er bei Arnold Sommerfeld in Göttingen und Niels Bohr in Kopenhagen. Er galt als einer der größten Physiker Deutschlands. 1933 bekam Heisenberg den Physik-Nobelpreis für seinen Beitrag zur Quantenmechanik sowie die Formulierung der Unschärferelation.

Was aber ist die Quantenmechanik? Sie ist die Theorie über das Verhalten der kleinsten Teilchen der Materie. Und was ist die Unschärferelation? Sie besagt, dass es unmöglich ist, alle notwendigen Informationen über ein einziges Teilchen gleichzeitig zu kennen. Damit kann die Quantenmechanik über die kleinsten Teilchen nur Wahrscheinlichkeitsaussagen machen. Daraus ergibt sich zum Beispiel, dass ein Teilchen scheinbar zugleich an verschiedenen Orten sein kann. Das ist auch die Grundlage des so genannten Teleportierens.

Im Zweiten Weltkrieg blieb Heisenberg, im Gegensatz zu vielen anderen Wissenschaftern, in Deutschland. Er war in der Atomforschung tätig, versuchte aber gleichzeitig zu verhindern, dass Hitler in den Besitz von Atomwaffen kam. Auch nach dem Krieg trat er gegen eine Aufrüstung der deutschen Bundeswehr mit Kernwaffen ein. Werner Heisenberg starb am 1. Februar 1976 im Alter von 75 Jahren. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 3./4. 12. 2005)

Für das laufende Weltjahr der Physik erarbeiteten heimische Schulen (hier die HLW Türnitz) mit der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft einen Physik-Kalender: Dort findet sich zu jedem Tag im Jahr ein für die Physik bedeutendes Ereignis. Das ALBUM öffnet für jede Woche ein ausgewähltes Kalenderfenster.

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World Year of Physics
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