Zu viel Werbung um die "ZiB 1"

27. Dezember 2005, 17:16
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ORF habe Limit zur teuersten Werbezeit, nämlich zwischen 19 und 20 Uhr, überschritten, sagt die KommAustria

Nur einen Verstoß gegen Werberichtlinien hat die Medienbehörde KommAustria im November ausgemacht. Doch das war anstrengend genug: Die Behörde beobachtete am 5. November 24 Stunden ORF 1, um herauszufinden, ob die Anstalt ihre Limits für klassische Spotwerbezeiten einhält. Die begrenzt das ORF-Gesetz nicht nur mit 42 Minuten pro Kanal und Tag (mit saisonalem Ausgleich), sondern auch mit 20 Prozent beziehungsweise 12 Minuten pro Sendestunde. Dieses Limit hat der ORF zur teuersten Werbezeit, nämlich zwischen 19 und 20 Uhr, überschritten, sagt die Behörde.

Schwarzblenden hat sie dabei - ganz gemäß europäischer Rechtsprechung - schon abgezogen. Der ORF darf nun dazu Stellung nehmen. Überzeugen seine Argumente nicht, ist wieder der Bundeskommunikationssenat am Wort. Der hat den ORF schon in zahlreichen Verfahren wegen Werbeverstößen verurteilt. Alleine im Budget der ORF-Landesstudios für 2006 sind laut Finanzplan noch 13 weitere, vom Senat gefährdete Umsatzmillionen eingeplant. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 3./4.12.2005)

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