Mordprozess um Rathaus-Sprecher: Gehirn der Toten verschwunden

5. Dezember 2005, 12:49
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Makabere Pannen wurden am Urteilstag bekannt - Urteil von 15 Jahren Haft wegen Mordes ist noch nicht rechtskräftig

Wien - Im Mordprozess gegen Martin W., der seine Ex-Freundin erwürgt hat, wurden am Urteilstag makabere Pannen bekannt: Das Gehirn der Toten ist verschwunden. In der Gerichtsmedizin ist man untröstlich, aber dort, wo das Glas nach der Obduktion verwahrt wurde, ist es nicht mehr.

Der Verteidiger wollte das Gehirn des Opfers nochmals untersuchen lassen, um einen "Reflextod" nachzuweisen. Nicht nur das Gehirn fehle, sondern auch jede Grundlage, an den Ausführungen des Gutachters zu zweifeln, meinte aber die Richterin. Danach stehe fest, dass die Frau drei bis fünf Minuten gewürgt wurde und daran starb.

Mit dem Urteil von 15 Jahre Haft wegen Mordes wurde der Prozess gegen den früheren Rathaus-Sprecher beendet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, Verteidiger Richard Soyer erbat Bedenkzeit, die Staatsanwältin gab vorerst keine Erklärung ab.(red, DER STANDARD Printausgabe 3/4.12.2005)

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