Lorbeeren für Physiker Ferenc Krausz

12. Dezember 2005, 13:24
posten

Insgesamt werden elf Wissenschafter mit dem hoch dotierten deutschen Leibniz-Preis 2006 ausgezeichnet

Bonn/Wien - Der aus Ungarn gebürtige Physiker Ferenc Krausz vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München ist einer von elf Wissenschaftern, die mit dem hoch dotierten deutschen Leibniz-Preis 2006 ausgezeichnet werden. Der 43-Jährige erhält 1,55 Mio. Euro. 2002 hatte Krausz, der damals noch an der Technischen Universität Wien arbeitete, den mit 1,5 Mio. Euro dotierten österreichischen Wittgenstein-Preis erhalten.

Krausz hat sich in den vergangenen Jahren konsequent eine internationale Spitzenposition vor allem auf dem Gebiet ultrakurzer Laserpulse erarbeitet. An der TU Wien ist es ihm erstmals gelungen, die Dauer dieser Laserblitze auf den Attosekunden-Bereich (der trillionste Teil einer Sekunde) zu reduzieren, was ein völlig neues Wissenschaftsgebiet, die Attosekunden-Physik, eröffnet hat. 2003 wechselte er zum Max-Planck-Institut und übernahm auch eine Professur für Experimentalphysik an der Universität München.

Neben Krausz werden zehn weitere Wissenschafter mit dem höchst dotierten deutschen Förderpreis ausgezeichnet, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am Freitag in Bonn bekannt gegeben. Die Wissenschafter erhalten eine Fördersumme von jeweils bis zu 1,55 Millionen Euro und können das Geld in einem Zeitraum von fünf Jahren flexibel für ihre Forschungsarbeiten einsetzen.

Die weiteren Preisträger

Matthias Beller (43), Organische Katalyse, Universität Rostock; Peter Wasserscheid (35), Chemische Verfahrenstechnik, Universität Erlangen-Nürnberg; Patrick Cramer (36), Strukturbiologie Universität München; Peter Jonas (44), Neurophysiologie, Universität Freiburg im Breisgau; Klaus Mezger (47), Geochemie, Universität Münster; Thomas Mussweiler (36) Sozialpsychologie, Universität Köln; Felix Otto (39), Analysis partieller Differentialgleichungen, Universität Bonn; Dominik Perler (40) Philosophiegeschichte/Theoretische Philosophie, Humboldt- Universität Berlin; Gyburg Radke (30), Klassische Philologie und Philosophie, Universität Marburg; Marino Zerial (47) Zellbiologie, Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, Dresden.

Die feierliche Verleihung der Preise durch DFG-Präsident Ernst-Ludwig Winnacker findet am 8. Februar in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften statt. (APA)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ferenc Krausz, Archivbild vom Juli 2002

Share if you care.