Fußball: Zeitungsverleger errangen Teilerfolg im Streit mit FIFA

5. Dezember 2005, 15:23
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WM-Symbole dürfen für Berichterstattung verwendet werden

Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) hat im Streit mit der FIFA einen Teilerfolg verzeichnet. Das vom Fußball-Weltverband verhängte Verbot, eingetragene Marken, wie etwa das WM-Logo und den WM-Pokal, zur Illustration redaktioneller Beiträge auf Titelseiten von Printmedien zu verwenden, wurde nach langen Verhandlungen wieder aufgehoben, teilte der BDZV am Freitag mit. Außerdem dürfen nun die WM-Marken als Gestaltungselement im Sportteil der Zeitungen platziert werden.

Einschränkung

Durch die von der FIFA zum Schutz ihrer Marken und Rechte herausgegebenen Richtlinien sehen sich die Zeitungsverleger in ihrer redaktionellen Berichterstattung stark eingeschränkt. So wollte der Fußball-Weltverband die Abbildung des WM-Pokals grundsätzlich untersagen bzw. mit einer speziellen Genehmigung seitens der FIFA verbinden. "Mit der Freigabe der WM-Symbole hat die FIFA anerkannt, welch hohen Stellenwert die Berichterstattung der Zeitungen für die WM 2006 in Deutschland hat", sagte BDZV-Geschäftsführer Dietmar Wolff.

Sperrfrist für Fotos

Nun sollen weitere Gespräche mit dem Fußball-Weltverband folgen, um andere Restriktionen, allen voran bei der Verwendung von Fotos, abzubauen. Die FIFA hatte für die WM eine einstündige Sperrfrist nach Matchende für die Veröffentlichung von Bildmaterial bei Online-Medien erlassen. Zudem müssen die Fotos (Bildschnitte ausgenommen) unverändert dargestellt werden. Ein weiterer, jedoch nicht mehr rückgängig zu machender Kritikpunkt der Zeitungsverleger sind die späten Beginnzeiten. 28 der 64 Begegnungen werden erst um 21.00 Uhr angepfiffen, wodurch die Berichterstattung für Printmedien deutlich erschwert und kostspieliger wird. (APA)

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