Wiener Nordost-Umfahrung: Grüne wollen Bohrungen nicht hinnehmen

28. März 2006, 14:38
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Büro der Umweltstadträtin verweist auf strenges Bewilligungsverfahren

Wien - Mit Protest haben die Wiener Grünen auf die geplanten Probebohrungen der Autobahngesellschaft Asfinag im Nationalparkgebiet der Lobau reagiert. Das Nationalparkgesetz und die Natura-2000 Richtlinien würden dadurch verletzt, so Umweltsprecher Rüdiger Maresch in einer Aussendung. Im Büro von Umweltstadträtin Ulli Sima verwies man auf das umweltrechtliche Prüfverfahren, das nun durchgeführt werde.

"Es gibt keine Bohrungen ohne Bewilligung", betonte ein Sprecher der Stadträtin. Ob diese erteilt werde oder nicht, bestimme aber nicht Sima selbst. Vielmehr sei dies die Angelegenheit eines "sehr strengen" naturschutz- und nationalparkrechtlichen Verfahrens, bei dem etwa die Umweltanwaltschaft oder die Nationalparkverwaltung Parteienstellung habe. "Was sich die Asfinag wünscht, ist die eine Sache, ob das genehmigungsfähig ist oder nicht, die andere", so der Sprecher. Der Antrag sei jedenfalls vor wenigen Tagen eingelangt.

Für Maresch ist die Sache dagegen klar: "Das kann nicht hingenommen werden. Umweltstadträtin Sima darf die Zustimmung dafür nicht erteilen, denn Probebohrungen würden auch gegen das Vogelschutz-Gesetz und die Flora-Fauna-Habitat-Richtline verstoßen." Sima müsse diesem Treiben ein Ende bereiten, fordert er: "Es braucht jetzt klare Worte gegen die Lobauautobahn." (APA)

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