"BZÖ muss raus" - ÖVP-Abgeordneter sorgt für Wirbel

2. Dezember 2005, 14:01
171 Postings

Orangen-Sprecher Scheuch will "klares Bekenntnis" von Kanzler Schüssel zur Koalition - VP-Auer fordert Minderheitsregierung

Klagenfurt - BZÖ-Sprecher Uwe Scheuch hat am Freitag von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) ein "klares Bekenntnis" zur gemeinsamen Regierungskoalition gefordert. Anlass war die in einer Kärntner Wochenzeitung erhobene Forderung von VP-Abg. Klaus Auer nach einem "Rausschmiss" des BZÖ aus der Bundesregierung. Dies sei "inakzeptabel", man werde sich das nicht gefallen lassen, wetterte Scheuch bei einem Pressegespräch in Klagenfurt.

"Werden das nicht akzeptieren"

"Ich möchte von ÖVP-Klubobmann Wilhelm Molterer hören, dass er seine Abgeordneten im Griff hat", meinte der BZÖ-Mandatar, denn: "Wir werden das nicht akzeptieren, dass gewisse Leute uns mit Schmutz bewerfen." Auch wenn es sich nur um den "17. Zwerg aus der 5. Reihe" handle, müsse eine Klarstellung durch die ÖVP-Spitze erfolgen, sonst werde es Konsequenzen geben. "Wenn man uns nicht mehr in der Koalition haben will, soll man das ganz klar sagen", so Scheuch.

Minderheitsregierung gefordert

Auer meinte in der Kärntner Wochenzeitung: "Ein Koalitionspartner, der seit einem halben Jahr ums Überleben kämpft und jetzt noch ein Jahr Wahlkämpfen will, ist untragbar." Er fordert Schüssel auf, das BZÖ aus der Regierung zu werfen "und als Minderheitsregierung bis zum Ende der Legislaturperiode alleine zu regieren. Wenn man sich die blasse BZÖ-Riege anschaut, tun wir das ja bereits jetzt schon." (APA/red)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Der ÖVP-Abgeordnete Auer will dem BZÖ den Weg weisen. BZÖ-Sprecher Scheuch (Bild) fordert ein Machtwort von Schüssel.

Share if you care.