Virtueller Innenarchitekt für drahtlose Netzwerke

22. Februar 2006, 18:43
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Designertool optimiert die Gestaltung von WLANs

Der WLAN-Security-Spezialist Bluesocket hat eine Kooperation mit Wireless Valley bekannt gegeben. Damit integriert Bluesocket die Design-Software Wireless LANPlanner in sein Produktportfolio, mit dem die Planung von drahtlosen Netzwerken einfach und unkompliziert am Computer möglich ist. "Durch die Partnerschaft mit Wireless Valley erhalten wir ein branchenführendes Tool zur Planung von WLANs, das unser komplettes Lösungspaket hervorragend ergänzt", sagte Bluesocket-CEO Ralph Calistri.

Tools

Mit älteren Computertools für WLAN konnten physische Konstruktionen kaum berücksichtigt werden und die Platzierung von Access-Points erfolgte anhand der User in der Umgebung. Mit dem Bluesocket Wireless LANPlanner können Unternehmen jetzt den gesamten Kontext der jeweiligen WLAN-Umgebung berücksichtigen und Prognosen zur Netzabdeckung und -kapazität erstellen, noch bevor die erste Hardware-Ressource installiert wird, teilte das Unternehmen mit. Das Designtool simuliert dann auf interaktive Weise, wie sich die Funksignale ausbreiten. Mit Was-wäre-wenn-Analysen erfolgt schließlich eine Feinabstimmung des Netzwerkdesigns, um die optimale Leistungsfähigkeit zu sichern.

Herausfinden

"Zentrale Herausforderung für den Designer von Funknetzwerken ist zu eruieren, wie sich das Gebäude auf die Ausbreitung der Funkwellen verhält", erklärte WLAN-Spezialist Hans Joachim Richter von Bluesocket im Gespräch mit pressetext. "Bei der Positionierung der Access-Points ist darauf zu achten, dass jeder User eine fixe Mindestdurchsatzrate hat." Mit dem WLAN-Planer können nun die Eigenschaften von Wänden in die Planung miteinbezogen werden. "Die Simulation errechnet die optimale Platzierung der Sender und die notwendige Signalstärke", so der Experte. "Sozusagen ist ein WLAN-Planer ein virtueller Innenarchitekt."

Vorrangig

In Unternehmen sind zuerst die Anforderungen an das System zu ermitteln. "Dabei ist von Bedeutung ob einfache Office- und Internet-Applikationen laufen oder die Produktion über das Netz gesteuert wird", sagte Richter. "Letzteres hat natürlich Vorrang und somit muss auch die Infrastruktur entsprechend stabiler ausgelegt werde. Dabei werden die Funkzellen kleiner gehalten und mehr Access-Points verwendet." (pte)

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