Neuer Rekord bei Arbeitslosigkeit

2. Dezember 2005, 12:11
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257.270 Menschen hatten im November keinen Job - Frauenrate um 5,11 Prozent gestiegen

Wien - Die Arbeitslosigkeit in Österreich steigt weiter und hat im November einen neuen Rekord erreicht. Nach der offiziellen Statistik des Arbeitsmarktservice (AMS) waren 257.270 Personen arbeitslos gemeldet. Das war der höchste November-Wert der Zweiten Republik. Im Jahresvergleich stieg die Arbeitslosigkeit um 4,3 Prozent oder um 10.544 Personen, gegenüber Oktober nahm die Zahl der Jobsuchenden um 8,3 Prozent oder um 19.688 Betroffene zu, geht aus der am Freitag veröffentlichten AMS-Statistik hervor.

Die Beschäftigung stieg im November gegenüber dem Vorjahr um 1,23 Prozent oder um 39.416 auf 3,244.434 Personen. Gegenüber Oktober ging die Beschäftigung um 21.782 Betroffene (-0,67 Prozent) zurück. Die Nationale Arbeitslosenrate stieg im November auf 7,4 Prozent gegenüber 7,1 Prozent vor einem Jahr und 6,8 Prozent im Oktober.

Näherung an 400.000er-Marke

Rechnet man die 54.980 in Schulung befindlichen Arbeitssuchenden zu den offiziellen Zahlen dazu, waren im November 312.250 Personen auf Jobsuche. Das waren um 5,16 Prozent oder um 15.328 Betroffene mehr als 2004. Damit nähert sich die Arbeitslosigkeit in Österreich bedenklich der 400.000er-Marke. Inklusive Schulung betrug die Arbeitslosenquote im November 8,8 Prozent gegenüber 8,5 Prozent vor einem Jahr.

Jugendliche und Frauen besonders betroffen

Vom Anstieg der Arbeitslosigkeit waren vor allem Jugendliche und Frauen betroffen. Insgesamt waren im November 43.994 Jugendliche unter 25 Jahre ohne Job, das waren um 3.164 oder um 7,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Bei den unter 19-Jährigen nahm die Arbeitslosigkeit um 5,71 Prozent oder um 584 auf 10.812 Jobsuchende zu. Bei den 20- bis 24-Jährigen Jugendlichen betrug der Anstieg dramatische 8,43 Prozent oder 2.580 Personen auf 33.182 Arbeitslose.

Die Zahl der Lehrstellensuchenden erhöhte sich lediglich um 0,15 Prozent auf 5.320 Personen. Die Zahl der gemeldeten Lehrstellen stieg dank des Blum-Bonus um 67 Prozent oder um 1.310 auf 3.264 Lehrstellen an. Die Lehrstellenlücke belief sich im November auf 2.056 fehlende Lehrstellen.

Während die Arbeitslosigkeit bei den Männern "nur" um 3,55 Prozent auf 136.962 Betroffene zunahm, stieg die Arbeitslosigkeit bei den Frauen überdurchschnittlich um 5,11 Prozent auf 120.308 Betroffene an. (APA)

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