Musterverfahren für geneppte Grazer Fahrschüler

6. Dezember 2005, 09:55
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AK: Zu Hohe Kosten bei Fahrschulen durch Preisabsprachen - AK fordert Rückzahlung der Preisdifferenz

Graz - "Für uns ist klar, dass die Grazer Fahrschüler durch Preisabsprachen zu viel bezahlt haben." Nun will die AK den Geschädigten in einem Musterverfahren zu ihrem Recht verhelfen. Es sei eines der ersten Verfahren im Kartellrecht, das die AK für die Konsumenten durchführen werde.

In Graz waren die identen Preise "besonders auffällig", so Dorothea Herzele von der AK Wien. Rund 1.140 Euro haben Jugendliche im Jahr 2004 für die erste Ausbildungsphase des "Rosa Scheins" bezahlt. Heuer sind es laut AK-Preisvergleichen durchschnittlich 838 Euro. "Das ist eine Ersparnis von 302 Euro", so Herzele.

Betroffene Fahrschüler, die zwischen Mai und Juni 2004 einen Vertrag mit Grazer Fahrschulen abgeschlossen haben, sind aufgerufen, sich bei der AK zu melden. Genau sind es Schüler, die bei den Fahrschulen Koiner (Elisabethstraße), Nur-Mi (Jakominiplatz), Einstei(g)n (Andreas-Hofer-Platz, Elisabethstraße), Picadilly (Hauptplatz), Emotion (Dietrichsteinplatz), Powerdrive (Straßgang, Andritz, Eggenberg) sowie Clever (Europaplatz) ihre Ausbildung absolviert haben.

Wann das Verfahren starten wird, sei noch nicht abzuschätzen. Zuerst müsste rechtlich geprüft werden, wer wirklich zu viel gezahlt habe. (APA)

Service:

Betroffene Fahrschüler können sich bei der AK Wien, Tel. 05 77 99 - 2555 oder per E-Mail unter konsumentenschutz@akstmk.at melden

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