Terrorismus-Konvention in Generalversammlung gescheitert

21. Dezember 2005, 18:19
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Annan enttäuscht - Umstritten ist vor allem Definition von Terrorismus sowie Recht auf freie Selbstbestimmung

New York - Eine geplante umfassende Konvention gegen den internationalen Terrorismus ist in der UNO-Generalversammlung gescheitert. Die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen konnten sich am Mittwochabend in New York nicht auf einen gemeinsamen Entwurf einigen. Generalsekretär Kofi Annan äußerte sich am Donnerstag enttäuscht über das Scheitern. Der Präsident der Generalversammlung, Jan Eliasson, will in bilateralen Verhandlungen weiter um eine Einigung werben.

Umstritten sind in dem Entwurf vor allem die Definition von Terrorismus sowie das Recht auf freie Selbstbestimmung und die Besetzung durch fremde Truppen, hieß es. Im Mittelpunkt stehen dabei palästinensische Selbstmordattentäter und die israelischen Militäraktionen im Westjordanland und dem Gazastreifen.

Die umfassende Terrorismus-Konvention wird seit 1996 diskutiert. Erst Ende Februar sollen die Verhandlungen darüber wieder aufgenommen werden. (APA/dpa)

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