Duftmarken im Auto

8. Dezember 2005, 19:12
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Erhöhte Schadstoffkonzentration in Neuwagen

Der Luftschadstoffgehalt in einem Auto kann bis zu zwanzigmal höher sein als in einer stark belasteten Wohnung, warnen die "Ärztinnen für eine gesunde Umwelt". Besonders dramatisch ist dies bei einem funkelnagelneuen Auto. Das rührt vor allem daher, dass die Kunststoffe so genannte Weichmacher enthalten, die sich in die Umgebung verflüchtigen und damit den Innenraum des Autos schwängern - je jünger der Wagen, desto stärker.

Als besonders gefährlich gelten die Phtalate, die als Weichmacher für Kunststoffe (allen voran PVC) verwendet werden. PVC wird aber im Auto Gott sei Dank immer weniger eingesetzt. Trotzdem sollte man gerade bei einem neuen Auto häufig lüften. Die Gase dampfen im Neuzustand dramatisch stark aus, aber sogar nach Jahren können noch erhebliche Konzentrationen nachgewiesen werden ("Fogging"). Außerdem empfiehlt es sich, öfters die Scheiben innen zu reinigen, weil sich die Schadstoffe als feiner Schmutzfilm dort ablagern.

Die Verwendung von Wunderbäumen oder gar Parfums ist kein geeignetes Mittel, den Chemikaliencocktail in der Innenraumluft zu verringern. Ganz im Gegenteil: Sie enthalten weitere mehr oder weniger bedenkliche Substanzen, beispielsweise synthetische Moschusverbindungen, die in Verdacht stehen, andere Krebs erregende Stoffe in ihrer Wirkung zu verstärken. (rs, AUTOMOBIL, 2.12.2005)

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Rudolf Skarics

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