Was die "neuebuehnevillach" 2006 plant

8. Dezember 2005, 20:11
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Von Allen bis Aischylos, gedacht als Stilmix für alle Zielgruppen

Klagenfurt - Einen Stilmix für alle Zielgruppen bietet die "neuebuehnevillach" in der kommenden Saison. Die Vorlagen für originelle Inszenierungen sollen dabei Autoren wie Hermann Hesse, Woody Allen aber auch der griechische Dichter Aischylos liefern. 2006 will man an 290 Tagen spielen und dabei die Auslastung von mehr als 90 Prozent halten.

"Nach der Probe" heißt Ingmar Bergmanns Gegenwartsdrama, das die "neuebuehnevillach" am 18. Februar erstmals in Österreich aufführen will. Dabei sinniert ein gealterter Regiestar im Dialog mit zwei seiner Schauspielerinnen über die Liebe, das Leben und das Theater. Ebenfalls Österreich-Premiere feiert am 11. März "Riverside Drive" von Woody Allen. Wenig überraschend handelt das zeitkritisch-ironische Stück von einem neurotischen Drehbuchautor: Dieser wird von einem "psychotischen Penner" erpresst und schließlich zum Mord an seiner heimlichen Geliebten gezwungen.

"War Room"

Erik Jan Rippmann - mittlerweile ein alter Bekannter für Fans der "neuebuehnevillach" - wartet im kommenden Jahr mit einer selbst geschriebenen politischen Satire auf: In "War Room" geht es um einen Politiker, der alle Facetten eines Wahlkampfes miterlebt, um schließlich am Tag der großen Entscheidung zu sterben. Regie führt dabei der Autor selbst, Premiere ist am 29. April. Ab 9. Juni ist die "Orestie" von Aischylos im Steinbruch Krastal zu sehen, musikalisch bearbeitet hat sie der Kärntner Komponist Bruno Strobl.

An Elfriede Jelineks "Bambiland" versuchen sich die Villacher Theatermacher nach der Sommerpause am 21. September. Als Kulisse dient dabei eine Lagerhalle, Regie führt Katrin Ackerl Konstantin. Nochmals Bruno Strobl gibt es am 21. Oktober mit einer weiteren Uraufführung: Frei nach Hermann Hesse hat er dessen "Siddharta" für die Altistin Waltraud Russegger und die Butoh-Tänzerin Daniela Lehner arrangiert.

Den Sprung von der Kinoleinwand auf eine Theaterbühne wagt am 10. November ein Klassiker des österreichischen Films: Niki Lists "Müllers Büro" wird in Zusammenarbeit mit dem Wiener Theater Metropol in einer Musicalfassung präsentiert. Regie dabei führt List selbst, nach der Uraufführung in Villach soll das Stück auf Tournee gehen. (APA)

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