Küngs Sorge um Frauengesundheit

1. Dezember 2005, 15:14
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"Familien-Bischof" appelliert an Rauch-Kallat, rezeptfreie Abgabe der Präparate nicht zu bewilligen

St. Pölten - "Familien-Bischof" Klaus Küng hat seine Sorge über Informationen zum Ausdruck gebracht, wonach die so genannte "Pille danach" aus der Liste der rezeptpflichtigen Medikamente herausgenommen und frei abgegeben werden soll. Im Hinblick auf die gesundheitlichen und moralischen Bedenken gegen die "Pille danach" appellierte Bischof Küng an Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat, die rezeptfreie Abgabe dieser Präparate nicht zu bewilligen.

"Abtreibung im frühesten Stadium"

Die "Pille danach" bedeute, vor allem nach mehrmaligen Einnahmen, einen massiven Eingriff in den Hormonhaushalt einer Frau, dessen mögliche Folgen bei eventuell gegebenen Kontraindikationen nicht zu unterschätzen sind, unterstrich der "Familien-Bischof", der selbst ausgebildeter Arzt ist. Die "Pille danach" werde eingenommen, um im Falle einer geschehenen Befruchtung die Einnistung der befruchteten Eizelle zu verhindern. Es handle sich also bei der Einnahme eines solchen Präparates nicht um "Verhütung", sondern - im Falle, dass tatsächlich eine Befruchtung eingetreten ist - um eine "Abtreibung im frühesten Stadium". Selbstverständlich sei jeder Mensch letztlich selbst für seine Handlungen verantwortlich, betonte Bischof Küng. Es erscheine ihm aber unverantwortbar, dass "Präparate mit solchen Wirkungen und auch Gefahren" ohne ärztliche Kontrolle und ohne Beratung jenen, die danach verlangen, einfach in die Hand gegeben werden. (red)

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