Spittaler Bürgermeister denkt an Autobahnblockade

2. Dezember 2005, 09:00
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Scharfe Reaktion des SPÖ-Politikers wegen Teststrecke in seinem Bezirk

Scharfe Reaktion des SPÖ-Politikers wegen Teststrecke in seinem Bezirk - Auch Kärntens BZÖ-Verkehrslandesrat dagegen

Klagenfurt - Der Widerstand unter Kärntens Politikern gegen die Tempo-160-Testrecke auf der Tauernautobahn zwischen Spittal/Drau und Paternion im kommenden Jahr wird stärker.

Am Donnerstag erklärte der Spittaler Bürgermeister und SPÖ-Bezirkschef Gerhard Köfer, er könne sich eine Totalblockade der Autobahn, gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung und Ärzten, vorstellen. "Gegen den Vorstoß von Verkehrsminister Hubert Gorbach ist auch dessen Kärntner Parteifreund, BZÖ-Verkehrslandesrat Gerhard Dörfler. Trotzdem werde er sich dem Willen des Ministers beugen, denn "drei Monate Testversuch werden wir überleben und die Ergebnisse werden genau beobachtet."

Dörfler will nun eine besonders strenge Kontrolle dieser Teststrecke. Neben der bereits von Gorbach angekündigten Section Control soll die Exekutive auf diesem Teilstück besonders präsent sein. Laut Dörfler sei auch ein Abstandsmessgerät vorgesehen.

Höchst gelegene Badeseen

Ebenfalls klar gegen den Testversuch hat sich Kärntens Umweltlandesrat Reinhart Rohr ausgesprochen, und zwar vor allem wegen der sensiblen Gegend der Teststrecke. Die Gemeinde Stockenboi mit dem Weißensee sei der höchst gelegene Badesee der Alpen und werbe mit unberührter Natur.

Versuchskaninchen

Spittals Bürgermeister Köfer wies darauf hin, dass die Landeshauptleute Erwin Pröll, Josef Pühringer und Franz Voves das "Wahnsinns-Versuchsprojekt" auf den ursprünglich geplanten dreispurigen Autobahnen bereits abgesagt hätten. Man werde es sich auch im Bezirk Spittal, gemeinsam mit engagierten Umweltärzten, nicht bieten lassen, "zu den schon jetzt erdrückenden Bedingungen noch zusätzliche Unfallrisiken und noch weiter steigende Feinstaubbelastungen als Versuchskaninchen zu akzeptieren".(APA)

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