Auf den Spuren Sigmund Freuds durch Wien

7. Dezember 2005, 16:35
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Folder stellt wichtige Stationen im Leben des Psychoanalytikers vor

Wien - Das Jubiläumsjahr 2006 steht nicht nur im Zeichen Mozarts, gefeiert wird auch der 150. Geburtstag von Sigmund Freud. Als Auftakt präsentierten die Sigmund Freud Privatstiftung und Schüler des alternativen Oberstufen-Gymnasiums Wiener LernZentrum (w@lz) am Donnerstag einen Stadtführer, der auf den Spuren des Begründers der Psychoanalyse wandelt. Darin werden in einem Rundgang acht wichtige Stationen in Freuds Leben vorgestellt.

Der zwölfseitige Guide "Sigmund Freud in Wien. Ein Stadtspaziergang" ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Schülern des w@lz und der Privatstiftung. Das Projekt sei von den Schülern sehr engagiert und auch professionell betrieben worden, lobte Stiftungsvorsitzende Inge Scholz-Strasser die Arbeit der Jugendlichen. So seien die Gestaltung und der Inhalt von den Schülern allein bestimmt worden, das Sigmund Freud Museum habe lediglich Hilfe bei der Recherche geleistet.

Ausgangspunkt Berggasse

Ausgangspunkt des Rundgangs ist das Museum in der Berggasse 19, Freuds langjährige Wohnung und Praxis. Weitere Stationen sind der Sigmund-Freud-Park, das Cafe Landtmann und das Cafe Korb. Auch der Universität Wien und der Akademie der Wissenschaften wird ein Besuch abgestattet. Welche Bedeutung diese Orte für das Leben des Seelenarztes hatten, wird im Stadtführer in den Sprachen Deutsch und Englisch erklärt.

Man habe sich bewusst auf Punkte in der Innenstadt beschränkt, die ohne öffentliche Verkehrsmittel erreichbar seien, erklärte w@lz-Schüler Jan Fucik, die Auswahl der Schwerpunkte. Die angegebenen Stationen könnten so leicht in eineinhalb Stunden ergangen werden.

Ebenfalls in zwei Sprachen angegeben sind eine Kurzbiografie über Freuds Leben sowie ein eigener Teil, der sich dem Thema Frauen und Psychoanalyse widmet. Dabei werden Frauen vorgestellt, die das Leben Freuds und die Psychoanalyse stark beeinflusst haben, so zum Beispiel Freuds Tochter Anna und Bertha Pappenheim, die als erste Patientin der Psychoanalyse gilt. (APA)

Erhältlich ist der kostenlose Folder im Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, 1090 Wien und im Cafe Korb, Brandstätte 9, 1010 Wien.
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