Künftig ein einziges Gerät für die Satelliten-Navigation?

9. Dezember 2005, 16:27
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Neues UN-Komitee will Zusammenarbeit zwischen den Betreibern von GPS, Glonass und Galileo verbessern

Wien - Wird es in Zukunft einheitliche Geräte für Satelliten-Navigation geben oder droht ein ähnliches Chaos wie bei den Handy-Netzen weltweit? In Wien beraten derzeit Experten der Vereinten Nationen (UN) über die Gründung eines Komitee für Globale Satelliten-Navigationssysteme (GNSS), das die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Betreibern GPS (USA), Glonass (Russland) und Galileo (EU) verbessern und auch die technischen Details vereinheitlichen helfen soll.

Nach den Vorstellungen von Michael Shaw, Direktor des US-amerikanischen "National Space-Based Positioning, Navigation an Timing Coordination Office" sollte es in rund zehn Jahren möglich sein, dass es Geräte gibt, die je nach Bedarf auf GPS, Glonass oder Galileo zurückgreifen. Dazu bedürfe es allerdings noch einiger Anstrengungen, räumte Shaw bei einer Pressekonferenz im UN-Gebäude am Donnerstag in Wien.

Transfer

Das Komitee soll aber nicht nur für mehr Komfort bei der Satelliten-Navigation sorgen. Es soll auch gewährleisten, dass die Segnungen dieser Weltraumtechnik vor allem auch den Entwicklungsländern zugute kommen. GPS und Co. wird heute schon unter anderem dafür eingesetzt, um die Landwirtschaft effektiver zu gestalten. Satelliten-gesteuerte Düngerstreuer können so Meter für Meter genau die nötige Menge aufbringen. Das spart einerseits Ressourcen und schont damit Umwelt und Grundwasser.

Generell gehen die Experten davon aus, dass GNSS im Rahmen der vom UN-Office for Outer Space Affairs (OOSA) organisierten Tagung gegründet wird. Es seien aber noch Detail-Fragen zu klären. (APA)

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    Navigation via GPS ... künftig könnte ein Gerät alle Systeme verbinden.

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