Einkaufsmanager-Index für die Euro-Zone steigt auf 14-Monatshoch

8. Dezember 2005, 18:37
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Erholung in der Industrie schreitet voran

Berlin - Die Erholung in der Industrie der Euro-Zone schreitet so zügig voran wie seit über einem Jahr nicht mehr.

Der RBS/NTC-Einkaufsmanagerindex für das Währungsgebiet kletterte im November um 0,1 auf 52,8 Punkte, wie das britische Forschungsinstitut NTC am Donnerstag mitteilte. Die rund 3000 befragten Unternehmen erhöhten angesichts einer erneuten Verstärkung der Nachfrage ihre Produktion deutlicher als im Oktober.

Am deutlichsten verbesserte sich die Lage der Branche in Italien, während sich die Erholung in Deutschland und Frankreich etwas verlangsamte. Insgesamt entsprach die Entwicklung genau der Erwartung von Analysten.

Der Index für die Produktion stieg um 0,5 auf 54,8 Zähler, das Barometer für den Auftragseingang um 0,1 auf 54,4 Stellen. "Die Verbesserung der Auftragsbücher ging erneut vor allem auf stärkere Verkäufe in den Exportmärkten zurück, obwohl die neuen Exportaufträge etwas langsamer zunahmen als im Oktober", erläuterte NTC.

Da die Firmen sich über eine stärkere Zunahme ihrer gesamten Aufträge freuen konnten, schloss NTC auf ein Anziehen der heimischen Nachfrage. Während die Nachfrage in Italien und Spanien kräftiger zulegte, schwächte sich der Anstieg in Deutschland und Frankreich ab.

Wegen der überraschend starken Verkäufe reduzierten die Firmen ihre Vorräte an fertigen Waren erneut deutlich, während ihr Auftragsbestand zunahm. Dennoch stellten die Firmen per saldo noch immer keine neuen Mitarbeiter ein, weil sie erneut mit kräftig steigenden Kosten zu kämpfen hatten. (APA/Reuters)

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